erster Theil. 107

Contection ^Ikerme-; mit ern wenig Wem reichen. Vnndvbcr dieses alles solcheziemlicher Massen binden/in Betrachtung I daß dieses Binden vnd Gefasse zusammen drücket vnd das

vbereintzige Zuflüssen deß Bluts verhindert. Man kan jhrauch ek- wan ein Eyerdottern langen/solchen zu sich nemmen/dadurch wirf die natürliche Wärme/die sich Affter des gantzen Leibs zerfirewek vnd außgebreiter hat/zu rück / vnnd dem Magen zugezogen. Es ist auch sehr rarhsam vnnd gut daß man ein Servetlein in dem Sasse Oxicraton genant weiche/ vnd solchesvber die Lenden der Frawm schlage/ vnnd die gantze Lenge deß Rückgrads herab/ dieweil die al­lergrößtste Ader deß Leibs/ Vena Cava $emnt/ dasselbstenjhrm gang hak.

Ich hab auch geshen/dz man vnder eine jede Flame ein Strang roh Garn/in kalt Wassergenetzet gelegt hak / wann man alsdann ein wenig der Erden haben kan / darauß man den Boden an den Backöffen macht / soll man solche mit Essig zerlassen/ aussein lei­nen Tuch streichen / vnnd auffdie Lenden legen / dieses massiget die HitzvndEnzündungdeß Geblüts/vnnd halt solches zurückmsti- nem Zulauff. Vber drß alles soll man wolachk nemmen / daß man in wehrenden diesem vbcrmafigen Blutfluß die Fraw nicht schlaf­fen laffe/wegen der Gefahr/so jhr begegnen köme/dann wann man meynet sieruhete/ dürffee sie wol m grosser Schwachheit vn Dhn- macht liegen.

Wann fleh nun befindet / daß dervbermaffige Fluß nachgelas­sen/ oder eins Theils abgenommen / kan man allemtzig der obigen Mittel eines nach dem andern/welche dasBlut anzuziehen verord­net seynd hinweg nemmen/dawit das jenig Geblüt so nohtwendig vergessen muß/vnd Schaden brachte/ wann es hinderhalten wür­de/allgemach außgefühm werden möge. Dann in wahrendem v- bermaffigen Fluß gehet so wo! das gute als das böse hinweg/ eines m it dem andern/weil die Natur dann zumal vbereylet/ jre Meisten- schasst nicht beweisen mag.

fO ij Das