wehet seynd/werdcn sie durch dieses Erwermen nur gestercker vnnd befördert. DarunlbmußmandirFrawenrahken/daß sie sich zur Geburt schicke/vnd wann sich der Muttermund offen befindet vnd in werenden Schmerlen dieHebamme in dem betasten etwas füh­let/das dem Finger gleichsam begegnet / vrmd etlicher Massen arr-- stössek/oder daß sich allda etwas weiches crzeigk/welches sich/wann sich die Schmcrtzen merken lassen ein wenig vnd algemach Herfür thuk/vnd dann wrdcrumbhart wird / darffman daran nicht zweift feln / daß das gewisse Anzeigungen der Kmdsnöhten vnnd Wehen seyen.

DaszehendeCapitttl.

Wie man ein Weib/so der Geburt nahet/ m den Kindsnöhten lagern vnd bequemen solle.

SW Lhiehabich nichtnurem mal/ sondern ofst vnnd dick warge- 2^1 nommen/dasvnterandern Nohtwendigkciken / bey emerge- ^^bahrenden Frawen/diß nicht die geringste ist / das solche reche vnd bequemlich gelagcrt/oder mit de Leib gebärdet werde / dannen- hero beides Mutter vn KindErlenchtcrung sehöpssen können-Da nun eine §raw ware/welche so lang könte vn wolle auffvn abgehe/ gleichsam spatziercnd/biß die rechte Zeit herbey käme / vnnd sie sich legen muste/hab ich dieses Mittel osstmaksgut vnd nützlich befun­den. Doch also/ das ein solch Weib durch zwo starcke Personen/ so jhr vnter die Armen griffen /gcführet würde / welche sie zur Zeit Der bey nahenden Schmcrtzen steiffhalten körten / vnd auffwelche sie sich lehnen vnnd lassen dürffte. Die Schenkel sollen jhr nicht getrücket noch gebunden seyn/oder soll haben einen mdrrgen Sruel/ auff welchem ein weich Küssen gelegt sey / vor einem Tisch stehend damik/wann sie fühltt/daß jhro die Schmerlen kommen / sie sich da auffdie Knie setzen könne / vnnd mit dem Leib sich fest auffdm Tisch stewren/daraussebenmassig ein Pfülben oder Küssen liegen

solle/