erster Theil. 89

Das munde Capitel.

Wie man erkennen soll/ wann sicheln schwanger Weib

vbelbefindet/ob dasselbe Kindswehen vnd Schmertzenzu knnffrigcr Geburt seyen / oder 1 nicht.

!Anrr sich ein tragend Weib vbetbefindet im Leib/ soll man O® V* c & vnd flcrffig vorsehen/daß man ein solche nik arbeit

ten lasse zur Geburt/zuvor vnd ehe man dikVrsach dieser Schmcrlzen/vnd wie dieser Gebrechen beschaffen/ recht erkand ha- be/wei!etlicheWeiberoffkmalöSchmertzen erleiden / dadurch sie nit weniger beschweret werden / als wann sie bald eines Kinds gene­sen soltcn/vnd ist doch gewiß / daß solches keine Kindsnöhkeri oder Wehen seynd/die vor der Geburt vorher zu gehen pflegen. Dann bey ctncm Theil vnker ihnen ist es nichte anders / dann eine kleine Vcrjmmge deß Bauchs oderVntcrnlerbes/ dcrsich zubewegen begcrek; bey andern ist es eine Art der Colicken oder Darmwehes. Die Schmertzen die von diescrVerjrrungentstchen/erstrecken sich auffoder zwischen dieNiercn/vnd also füttere gememlich biß durch den gantzen Bauch. Die doüca oder Darmgicht bringet viel an­dere Schmcrycn. Dann wann sich diese im Dbernlcib zuerzei- gen anfangen/stcigen sie nicht leicht vnker den Nabel herab.Wann aber diesclbige Colica vnken her anfanget / so blerbt sie allda / vnnd gehet auch nicht weiter fort / vnndthut gleich wie ein Rieget oder Baum so vbcrzwerch im Leib liegt / vnd nicht weiter fortkom­men kan. Alhie ist es offr probiert vnnd erfahren worden / wann man warme Tücher gemacht / vnnd solche gebrauchet / sich daß Weib warm zu gedecket vnnd dieSchencke! an sich gezo­genhat / daß durch solche Warme der Schmerße vergangen oder nachgelassen hak- Aber wann diese Schmerzn Kindes-

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