88 ßebammm Buchs

worden/in Erwegung sie eines von dem andern nie wol vnterschei- den können/daß sie sich wol fürseheu sollen / vnd nit in die Lufft ge­hen/damit die Lufftnit in den eröffneten Leib eingehen oder dringen möge/oder wann sie auffdcm Wehcbetke lregen / dasselbige nie viel eröffnetwerde/nach dem die Wasser schon hinweg gcbrochen/dann das wäre eben so arg /alo das obige/oder arger.

Ich hab zwar Weiber gesehen / welche zur selbigen Zeit an die Luffk gangen sind / denen gleichwol nichts vbels darumb begegnet. Aberesseyndmir auch wol fürkommen / welche dardurch in Ge­fahr Leibs vnd Lebens gerathen. Dann die Lufft/welche das Kind an seinem Außgang zwar nicht verhindern kömren/ wegen der star- cken Wehen/vnd daß es so schwer war/vnd fort trange / ist auffdie Nachgeburt gefallen/vnd sich daselbst verhalten / dadurch dieselbi- ge verhindert nit fort har gehen können/weil die Gefasst vnd Adern in dem Leib derIrawen/sojren Ursprung von demMuttcr inner­sten Therl oder Grund schöpffen / dadurch zusamcn gedrucket vnd angezogen worden/daß dannenhero manchmals grosse Gffahrkig- keieen vnd convullione5 entstanden sind/dermaffen daß man sehr wenig Hoffnung gehabt/daß solche Weiber bey Leben bleiben wür- den-Diß sag ich darumb / daß diesen sorglichen Zufallen leichtlich zuvor zukommen ist/wann man sich in der Stuben / kammer/oder Bett hcilk/wol verwahret vnd zugedeck- t/vnnd aldar auffeinegute Stunde wartet / die Gott dem Hcrrn bewust ist/vnnd allezeit gute sieiffige Dbacht halte/ob man erkennen möge/ob dz Gewässer von dem Kind komme / oder ob es eine Wassersucht der Mutter sepe/ welche sich durch diß Mittel reinige vnnd entlade/ jedoch soll mau sich ein Tag oder drey hernach wol warm halten/vnnd mit Tüchern vnd Geband verse­hen seyn.

Das