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Das achte Capitel.
Wie es eine Gestalt hab mit denen Weibern/wel- chen die Wasser lang zuvor anbrechen/ ehe dann sie gelregen odermder, kommen.
dS* Matronen vnnd Werbern widerfthret es / das ob schon ihnen das Gewässer zeitlich anbricht vnd fortscheußk/ noch fjne ziemliche Weile hernach erstdeßKmdes nrder- kommenDrß will ich nicht geredet noch verstanden haben von den jcmgen/wclche mit diesem Instand öehafftet sind / welchen man die WaffersuchtderGebahrmuttcr/ zu Latein uterinus ,
zunennen pflcgt/welchcs alsdann hinweg fleußt: dann öeydmsek- brgen da sich dieser Außöruch vnd Außssuß begibr/daeKind/m deme es zur Welt kommct/nrcht vnürlässer mrtGcwalt anzubrechcr; das Wasser/welchee noch m ftmcmBälglcm verschlossen/dar umb rede ich allem von dcnftlbrgcn.
Jch hab etlrchegcsehen/ denen es wol zwölffTage vor der Geburt desKmdesangebrochm/vnndhmweg geschossen ist / etlichen acht Tage / anderen sechs oder vier zuvor / die ordentliche rechte Weife ist/wann die Wasser anbrechen / darausssie doch innerhalb zwo dreyer Stunden dieKindsnöhken noch nicht begrciffcn / v^nd solches wäret biß auffdie vier vnd zwarrtzig Stunden. Dabey diß zumercken / das wann es zu der oberzehlrer Jett eine / davon gcrcdt worden/vnnd also viel zu ba!d/so!chs geschieht / daß solche vcrflics- sungherkomrnc/daß dasBäigkein oder Hautlein sehr schwach ist/ darinn das Wasser sich angefangen zusambten vnnd dar ein verschlossen ist/vnd daß dieses auß dieser Vrsach sich öffrer bcgcbc/als von grosser Menge vnnd Vberfluß dieses Wassers. Bey einer Frawen / die dieses Wassers/so noch nicht angebrochen/ sonder m seiner Behalknuß beschlossen liegk/fthr viel bey jhrhak/ vnnd allda