erster Theil. 85
das Kind nit schwach würde/wann es sich verblutet / an dem ande- ren/daß es noch an der Nachgeburt bliebe / dem Weib an dem D- berschcnckel hafften biiebe/damit daffclbig Ende nit verlohren würde. Andcrwerts auch deßwegen/weil die Nachgeburt/ wann man ftlb?<ze zu sehr durch die ob berührte Nabelschnur verbluten Liese/ würde gar zu trueken werden / vnnd an dem innersten Theil oder Grund der Mutter anhangeu/davon sie dann hernach nit/ mit geringer Mühevnd Gefahr möchte gebracht werden können/weil zu- beso»-gen/wann man solche anziehen wolte/ man würde sie schwer- lichgantz/ sonderviel mehr mit stückeraußdem Leib bringen vnnd außführen. Hiebey ereygnet sich auch noch sonsten ein sorglicher Zufall / wann nemlich das Haupt schon herauffen vnnd am Tag rst / vnnd aber das Kind zu breit vbcr die ^chultern/daß es stehen blerbt/vnd ohne Hülffnit fort kommen mag / da muß man demselben miteinem Finger vnter dieAchselcin grciffen/von oben oder vn- len/weiles gleichgrlt/vnd rch es selbst offtversucht hab/vnnd solche mit etwz Skarck vnd Gewalt an sich ziehen/dann sonsten ein Kind in diesem Zustand wo! ersticken könte.
Dann die Natur / wann sie nach vieler außgestandener Arbeit des Kindshaupk an die Wclr gebracht / meinet gleichsam (also zu- reden)als ob es nun a lles gethan/vndsie fernerer Mühe vberhaben ware/will sich demnach widerumb zufchlieffen / aber da muß man jhro nicht Zeit vndWeil dazu geben/sonder viel mehr alles reichen/ geben vnnd gebrauchen/was man haben kan/daß beides dem Kind vnd der Mutter zum besten dienen mag/vnd dabey alles Verzugs vnd Lengerung der Zeit enthalten.
L iij Aas