84 Hebammen Buchs
zwciffelung gerahte/vnd dabey diß gedcncken/dz es tauscnt mal besser vnd ehrlicher/daß man sich der Hülffvnnd Beystands gcbrau- che/dann daß sie entweder Mutter oder Kind/oder wol ekwan eines zusampt dem andern vnkerden Handen verderben lasse.
Die zwolffte weist.
Zum zwölfften vnd leßken / ist dieses einig vnd allein die nakürli- cheWeise zugenesen / wann das Kind müdem Häuptlern recht formn an kommet/vnnd ob schon diesesgcschicht / ist es doch eine Notturfft/daß eine gutegevbte Amme/die zu hekffen geschickt/ bey der Hand seye. Dann vnangesehen das Haupt gesagter Massen rechtvn wol voran kommet/vnd dannenhero alle/ so zugegen/meynen möchken/eehattenunmehrnichtSauffsich/nocheinigeGefahr zubestehen/wie es dann auch offemale geschieht / hat man doch dabey nitzuschlaffen/noch sich darauffzuverlassen.Dann es beßndet sich manchmal/ daßdieNabelschnurzweyoderz.mal/ bißweilen auch wol vier mal demKind vmb denHale gewickelt/vnd es damit verschnüret ist/dadurch solches verhindert wird/daß es nicht so bald zur Welk kommen kan. Dann es wird gleichsam zurück gehalten vnd kan nicht fort rücken / oder wo solches durch die zu viel starcker Wehen vngeschicklich fortgetrieben wird / vnnd zu fürdern begert/ muß man es eylends entschnüren vnnd aufflösen / änderst es möcht, ersticken-
Manhat/hrgefunden/diesosehrverschnüretwaren / daßman sie nicht hak haben können / man ziehevnnd strengle sie dann noch harter an / welches nun geschehen ist/in dem sie die Schnur dem Kind vber das Haupt haben ziehen wollen / vnnd das mit Gewalt. Da hak es notwendig seyn müssen / daß man solches entzwey fchnitke/vnd dieKnöpffalsdan erst dem Kind vom Halß abmachte / man hat aber auch die beyde Stücker oder Trümmer der Nabelschnur müssen zubinden/ an einem Endezuverhindern / damit