erster Theil. , 8z

muß man diese Mittel nicht alle zusammen / oder zugleich auffem mal / sonder nur eines davon / es sey eines oder das ander / zu einem mal reichen.Wolte aber dieses alles noch nichts zur Sachen thun/ als ist vonnöhten daß man mit der Hand hetffe/ die doch zuvor wol geschmrcm vmrd bereitet seyn soll/ wie man wttß/vnnd wann man Oas Weib also gelegt hat / wieich in diesem vorhergangenem Tra­ctat offr vnnd vielmals gelehret / nemblich mit dem Haupt nidrig/ soll man dem Kind vnker das Haupt vnnd Halß greiffen / dasselbe widerumb aussden rechtenSmch Zubringen/wan man aber dieses lang anstehen lassen wölke / würde alle Mühe vn Arbeit vergebens seyn. Bann wann man nach langem Verzug die Fraw erst wie- dcrumb zu recht legen wolle / würde sie so schwach vnnd vn kraffttg werderr / daßsieauch keine Krafft mehr/ die Frucht au ßzukreiben/ haben würde. DarumbcseinNotturffkist/ daß eine verständige Hebainme/nachAußweisungjhrerKunstvndErfahrenheit/ al­len diesen Gebrechen geschieklrch Rahe vnd Hükff schaffe/vnd sich nicht schcwe/etlkchcn auß dem Vmbstand ihre Meynunganzuzei- gen/da mt man auff den )?ohtfall/ nach dem sie die rechte Vrsa- che/daher drcseVerlengerung entstanden/erkant/ eine»! geschickten Chirurgum oderWundartzet/beruffen könne.

Ich wolte es allezeit kein Bedencken tragen /jhme zuweichen/ vnd meinen Drk oder Stelle zu gönnen/daß ein solcher sich an mei­nem Platz begeben möchte/dann es haben sich dergleichen sorgliche Geburten/da sich dieKmocr unrecht erzeigt/je vnd allezeit begeben/ vno alle die jenrgcn/ die dazu beruffen worden / mit jhr-er Hülffvnd Rahr das beste zu ehun/sind nicht weniger verpsticht gewcsen/pnnd noch, nach allen jhren Vermögen sich zugebrauchen vnd das beste fürzuwcnden.

Ich wrll zwar nicht zweifflen / daß sie solches thun/aber doch wann sie sich zu verzagt befinden / oder zu schwach zuhelffen / so sollen sie selber der ehren seyn / vnnd frembde Hülffherzu beruffen/ vnnd solches ehe dann die Sache gar auffs eusserste oder zur Ver-

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