erster Theil. 77

der Lufft nicht schaden könne- Hierauffsoll man sie ruhenlassen/ shro auch ein wenig etwas krafftiges rcichen/vnd sie also ferrner die komende Kindswehen lassen erwarten- Wann es sich aber zu lang damit verziehen wolte/oder/da es fchonWehen gebe/dicselben doch zu klein oder gering wären/vnd dz durch langwirigen Verzug viel­leicht die Mutter mit dem Kind schwach werden möchte) ist es nie vnrahtsam/dz man/rein gut Clystir/von deren Gattung/die man ClystcrcsCarminativos zu heissen pflegt/beybringe/die vnter an­dern in sich halte l^ieraM)öcnecii<Aam,(l 2 ckoIicam, dieses we­cket die Natur wider auff / vnnd fürdert die Kindswehcn/eröffnet auch den Paß oder Außgang. In dieser Zeit kan man jr auch gebe ein halb Quintlein/der Confection genant von ^ciui1ina,vnwau dz Kind ein wenig beginet fort zu rücken./ vnd die §raw begerte sich ein wenig vom Bett zuerheben/kan man sie auf einem Sruel/wel- che sonderlich zu der Geburt gebraucht werden/setzen / an welchem Örr/weil das Haupt zu rück hanget vnnd hinder sich wigt/hrlfft es insonderheit wohl zu der Eröffnung / vnnd befördert die Geburt mercklich.

Die vierdte weise-

Diese begibtsich alsdann / wann das Kind einen Arm Herfür thut-Allhie ist für allen Dingen vonnöthen/daß man solchen ohne Verzug wieder hinein brmge- Doch ist es viel besser / wann das Kindiein seinen Arm selbst wieder hinein zeucht. Solches aber zu wegen bringen / soll man sich befleissen daß man frisch Wasser bey der Handt habe / so Falk es man jmmermehr haben mag / vnnd dem Kind das Handlein darein stosse- Kan man a- berdißwegen Vnbequemlichkeit nicht thun / soll man leinene Bü­cher in demselben kalten Masscr wol netzen / vnnd dem Kindlein auffdie Arm halten- Da nun das Kind gesundtvnnd starckisi/ wird es die Händr bald wr'derumb an sich inn den Leib ziehen. Da es aber schwach ist / vnnd Herwegen das Amnlein nicht ver-

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