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Achammen Buchs

Dasfrmfftt Capitel.

Daßessichbißweilenzntmge/ daß man einer schwan- geren Irawen schleinig vnd für derlrch zu der Geburt helffen muß/will man jhr änderst das Leben erhalten.

geschieht wann einFraw durch vnzeitigenFluß / in dessen daß sie schwanger ist/sich gar verblutet hat/dadurch >sie dann in Schwachheit vnd Dhnmachtek, fallet / da soll man/so bald es müglrch rst/sie v mb den Lerb fcstzustopffen/dan die Luffc zeucht das Geblüt an sich/vnnd jhr Sterckung vnnd Labsal geben/so gut mans hat vnd kan/damit dieKrafften wider gebracht werden / vnnd sie die Schmerlen der Geburt vnnd Kindsnöthen außstehen möge. Aber allhie muß man keine Artzneyerr durch den Mund gebrauchen/ oder etwas einnemmen / auch die Cll sti­ren vcrmeidcn/dan dieses würde dz Geblüt noch mehr stressen ma- chen/sondcr man soll sich vnkerstehm / das Kind oder Frucht mit der Hand auß dem Lerb zubringen/dann die ^chwachhert vnd ab- kommcne Krafften machen du , oder anhafftende

Band des Mukkerhalß soloß vnd lück/daß sie sich dcrmassen auff- thuk / als wann die Fraw eine grosse Anzahl Kindswchcn gehabt hatte. Aber allhie befinden sich die Wässer nicht wie sie sollen/da- rumb muß eine Amme die Hautkcrn der Nachgeburt/ in welchen dasKindverschlossentiegt/voncinanderreissen/sgleich wie man rnFewerenöhte Pforten vüDeffnungen macht/einHauß vorder Brunstzuerretten) vnnd also das Kind mit den Füssen fornen an herauß ziehen. Diß ist das einige Mittcl/dre Muttter beym Leben Zuerhalten/vnd das Kindlcin lebendig zur Welt vnd auch wol vrel- keicht zum heiligen Tauff zubringen. Dieses hab ich practicrm vnnd ins Merck gerichtet/mit Rahk vnd Beyfall/auch in Gegen­wart WeylandkHerrn I-e^ebvre^leclici » wie auch Herrn Le Moirre,vnd deß Herrn De L^'lüe, allerhvcherfahrnerDo<5iorn

Der