erster Theil. 67

der Artz ney / dieweil ich gesehen daß offtmals diese Verfliessung vnnd Abgang deß Geblüts/die einige Vrsachgewest sind / daß MutrerveidKrnddemTodzuTherlhabenwerdenmüssen. Diß ist begegnet einer fürncmmen Matronen / eines fürtrefflichen Rhaeshcrren vnnd Beysitzers am Hoffdeß Parlaments Hauß- ftawen/wclche schon sechs Monat schwanger gewesen wäre / ihr Kindlein/ sosolcherGestaltzurWeltgebom war/ hak gleichwol zwene Tag gelebt.

Diese hat nach der Ha'nd mehr Kinder getragen. Die Medici betanken es nach diefem/daß/wann man es noch eine Stunde len- ger hätte anstehen laffen/es vmb der Mutter vnd Kindes Leben ge­than wäre gewesen. Der Herr Do&orleFebvre, erzehlkevnnd proponirte diese Geschieht beyder hohen Schule daselbst / im Audi corio, sagte dabky/daß in solchenFallen er den vmbstehenden ruhten wölke / auff solche oberzehlke Weiß Zuverfahren / weil er manch ehrlrch Weib hatte versterben sehen / auß Mangel dieses Rahks vnd Pracrick.

Dhngefthr ein Jahr/ nach dieser Geschieht / bin ich berufferr worden zu einer andern Weibspersonen / eines Kleider Krämers Haußfrawen wohnhafte auffSanck. Malberts Platz / welche nicht so geschwinden Abgang am Geblüt erlitten / aber es hatte schon ein Tag oder fünffgewchret. Diese als sie sahe/daß sie wei­ter nicht dawren kundte/ schickte sie an mich / ließ mich bitten ZU jhr zukommen/vnnd sehen / ob ihr zuhelffen wäre. Als ich dahin kam/fand ich sie in einem kalten Schweiß liegen/der Pulswarbey ihr/glcich wie bey denen Personen / die jetzund dahinsterben / ich schiekLchrn/ Ließ einen L birur§um oder Wundartzk holen / böse Nachred in diesem gefährlichen Zustand zuvermeiden / vnd damit man nicht sagen köndte / ich hatte sie sterben lassen/ vnnd den Fleiß vnnd Mühe gesparee Diese kam zwar ihrer Last vnnd Geburt sänfftiglich ab / aber ohngefehr ein viertel einer Stund hernach ist sie verstorben.

3 ij Als