erster Theil. 65

glaub nicht / daß ein Weibvntcrder Sonnen mit dr'esemVnheil mehr geplagt gewest sey / als ich. Em OoÄor der Artzney lehret mich/daß ich das Thcit/daranesmirso gefahrware/ gegen Abend wo! schmieren solle mit Loröle / darnach in warme Tücher ein- wickeln- Weiches ich Zween Abend nacheinander gethan / vnnd wann die Stünde kam daß mich der Schmertz pflegte anZugreif- fen (da er dann nicht leichtlich ein oder Zween Tag pflegte außzu- fttzen- ist er damals außblieben / vnnd hat mich von derselben Zett an mit Frieden gelassen.

Eben derselbe lehret mich auch eine Kunst / wie man

das Hüfftwehe vertreiben solee / wann es noch im Anfang / vnnd nicht so lang gewehret hatte / dann man find auch Weiber / welche / weil sie schwanger gehen / damit schmertzlichbehaffttk seynd.

DicserSchmertz greifft sie gemeintich an/gleich vnrer denHüf- tcn/odcr in derselben Gegend. Ich hab es Zwar nie an mir gehabt/ aber ich hab gcfthen/daß diejenigen/fo wo! Mann ale Frawen/ die damit geplagt waren/davon erledigt worden flnd/wan sie den Drt/ da dcr Schmertz sich ereygnere / wol warm bey einem Kohlfewer schmirken mit Terpekinölevon Venedig/vnd dasselbe bey derHiße wohl liessen hinein kriechen / darnach doppele leine Tücher / wohl warm gemachr/daraufflegter, / wann man dieses also ein weilan- emandergekriben/zum wenigsten cin mal oder vier/hab ich offt gesehen vnd erfahren/daß die Gesund­heit darauff erfolget ist.

I Das