58 Aebammm Buchs
sich vndawen/zu vielen Dingen Lusthaben/ daß sie doch nicht thun können/wann sie grittlich vnd vnleidsam / vnnd leichter zum Zorn ^ zubewegen sind als sonst jhr Brauch mhelt / wann ihnen der Bu- fem wachßt vnd dir Brüst hart werden / wann die Hautvber den Leib die Färb verändert/ als bey gar weissen Weibern rötlicht / bey denen so bräunlicher Darb / noch brauner wird / wann der Bauch aufs eurer Seiten ein wenig völler erscheinet als auffder andern/ wann sie nach dem Essen sich vbel auffbefinden / schwermütig sind vnd schlaffen wollen-
Dieses alles sind Zeichen der Schwengerung.Aber damikman der Sachen destogewiffer ftye / kan eine Wehemutter solche Wer- ber/doch gantz gelinde vnnd bescheidenlich/ betasten/vnnd erfahren/ ob die Gebahrmutter gantz eng beschlossen sey / gleich wie der Hindern an einem jungen Huhn / darein mannit wol ein Gerstenkorn bringen könde/vnd damit zufrieden seyn daß sie den eussersten Eingang der Mutter/(oi'iticium externis genandr)betaste/ vnd dem Inwendigen Muttermundt kein Gewalt thu/vnd wol acht darauff nemmen/ob sie den Halß der Muttcrknöpffigt vnd erhärtet befin- de/auffdie Gattung/ wie ich in dem ersten Capitel beschrieben habe/ da ich geredet von denen Weibespersonen / welchevntüchtig sind Kinder zutragen / vnnd solches auß einer Feuchtigkeit dre solches vcrvrsache./ oder von allzu grosser Erhitzung / oder zu grosser Erkaltung/daherdiesesTherl geschwachek/ sich nicht wie es soll Offnen oder beschlossen kan. Diesesmagleichtlicherkandtwerden wie offtermals gesagt worden / vnnd bevorab bey denen Werbern/ denen die Mutter nicht so fest angehäfft ist an die Weichen / sey an einem oder dem andern Drt-
Bey diesen kan man mit einem Finger fühlen die Verhinde- rungvberzwerch durch die gantze Mutter hindurch / außVrsach dieweil dieselbe ihren Sitz etwas nidriger hat dann bey andern-
Das