42 Hebammen Buchs
einhellige Beyfall manm'glichs/ vnnd zwarauß rechkmäffigel? Bewegnussen zum Todhingeführ et/vnnd andern zumabschcwli- chen Exempel gestrafft ; Aber andere gehen hindurch. Doch sollen sie nichtgedencken/wei! sieallhievor der Welt vngcstrafft bleiben / daß sie darumb auch dem Gericht Gottes / der alles siehet/ Dermal emes entrinnen werden/onein / bey dieser Rechnung werden sie sich sehr betrogen finden. Gott ist gerecht vnnd ein eyftrer/ der die Sund nicht vngestraffe last. Dann wann sie die Sünden Haussen/wird sich auch jhr Straffe vermehren; vnnd wolle Gott/ Daß man denen die Straffen schcrpffete/ vnnd fieiffige Nachforschung hakke/auffdieoder die jenigen / welche den armen vcrzweif- flendcn Menschen Hilff vnd Rahkgeöen / sich selbsten zuerhencken oder in andere Weise hinzurichken/vnd ihnen entweder durch Gelt Gunst oder anderwerts Mittel an die Handt geben / sich dadurch Der Schanden vnnd deß (Opots/so sie in dieserWeltvor den Menschen hatten außzustehen / zu vbcrheben / vnnd vnter deß sich selbst vnd jene mitjhnen zugleich verdammen.
Ich russc den gerechten Gott von gantzem Hertzen an/ daß er seine Göttliche Raache woll ergehen lasten vber solche Leute / dann wie man sagt im Sprichwort/waü der Stahler keinen Haler het- rc/vnd nicht wüstewoer mit dem Dicbstall hinsolle /würde er auch deß strhlene weniger machen.
Dieses alles aber wird mir nichte« gesagt noch verstanden von ehrlichen Ehefrawen / welche ohngefehr vmb ihre Frucht oder Kinder kommen/alszumExempel / durch vnverseheneLetzung o- der Verwundung eines Glieds dabey sie doch alle Mittel so zur Erhaltung deß Kindes dienlich / anwenden / wissende daß Kokt nach dem Her tzen/Vorhaben vnnd Willen vreheilet vnnd richtet. Will demnach ein hohe Nokturfft seyn / daß sie sich nicht verletzen oder verwunden/stossen oder treiben / vnd keine solche Speise nres- sen/die dem Kind schädlich / oder am Leben nachtheilig seyn wogen vnd wann sie mercken/daß die vnzeitige Flü ffe/die Schwachheiten
deß