erster Theil. 41
FirigeranderHandk/ biß zum letzten Geleich. Außdiescmvnnd allem andern Bcdencken / will ich die jcnigen Werber / die sich dergleichen Gcbrechlrgkeiten vnkerworffen wissen / trewlichge- warnec vnd gebetten haben / daß sie diesen Iamer vnd Vnheyl wol zu Gemüth führen wollen / dessen sie dann selbst ein V» fach sind/ weil sie hierdurch so viel an ihnen ist / verhindern die Vollkommenheit deß Wercks deß liebenGottes/vnnd das zu seiner Zeit em- pfahen solte ein vnsterbliche Seele/zu Lob vnd Ehre deß Allmächtigen / vnnd nach der Hand durch das Sacramcnt deß heiligen Tauffs den Sigel deß Bundes Gottes empfahen- Man findet zwar Wciber/vnd deren nicht wenig/ welche ob sie wol nicht in Ab- red seyn können/daß sie diesesVnglück niemandt anders dann ihnen ftibsten zuschreiben sollen/iedoch ihnen darüber ein gering Gewissenmachen/sagende/ das Kind hatte doch noch das Leben nicht gehabt/noch mit der Seelen begabt gewesen. Da sie doch vielmehr bedrucken sollen / daß die Menschlichen Rechte vnnd Gcsetzzum Todt vervrrheilen die fenigen welche boßhafftigcr fmsctzlichcr Weisedicfruchtbare Weinstöck oder Baume abhawcrr / welche doch nichts anderes sind dann Creaturen so zum Nutz vnd Besten deß Menschen geschaffen sind/auch kein Leben in jnen weiter haben ausser daß sie wachsen vnd Aunemmen / was wird dann eine solche vcrwircken/die nachdem sie verhinderen kan vnd thut/ cinem Kind- lein/daß zur Welt gebohren werden solle/ gleichsam den Weg ver- hawcr vnnd ablaufft/ das da begabt ist / mit allen Wirckungen der vollkommenen Seclen/daß es nicht allein wachset vnd zunimmet/ fühlet vnd empfindet / wie andere lebendige Geschopffe / sonder auch der Vcrnunfftvnnd Menschlichen Verstands fähig ist/ erschaffen zum Ebenbilddcß lebendigen Gottes / vnnd mir der Zeit ein Spiegel aller Tugend werden köndte / darauß scheinen möchten liechte Stralen zum Nutz vieler andern.
Wann ein arme elende Dirne sich selber so ftrrn vergift / daß sie fhr eigene Frucht entweder abtreibt oder vmbbringt/die wird durch
§ einhel-