Wer Theil. 29

mittu zu der Sachen thun wolte. In diesem elenden Zustand verhärte sie zween oder drey Tag / sondern einig Mittel / die Schwachheit nam zu/vn würd ärger mitjhr aldzuvor/vndin die­sen Dingen wolte sie niemand ander emruffcn lassen / dann allein mir / sagt es wäre ihr doch nichts damit gcdMet.Ichgabjhrdm Rhat/sic solle sich beräuchern vnd gute Bähungen brauchen / m Massen ich offt nützlich befunden hatte / welche die Mutter/so sich zu Berg gethan hatte/herab vndan sich zögen. Diese soltsie brau­chen/sich darüber setzen / vnnd jhr auch selber helffen zu der Reini­gung. Als sie solches etlichmahl gethan / vnd ein Zeitlang darüber sitzend verharret hatte / cmpfunde sie grossen Schmertzen /vnnd Zwang vnten vmb den Lelb/damit sie dann von sich gab etwas daß aneinander hieng/wie gerunnen oder erstocket Blut/so halber ver­faulet / mit solchem bösen vnleidlichen Gestanck J das niemand in der Kammer bleiben mochte j darauffsie sich dann etwas besser empfunden.Dabey istabcr diß zuerinnern/daß ich diefeWirckung nicht eben allem denen Mitteln zuschreiben will/ so ich jhr erzehlter Massengebraucht / sondern viel mehr/ja den mehrern Theil/der Curvnd Traetation/so sie von Medici s ,(Dern ich in ehren vnnd gutem allhiegedencke) empfangen hatte. Es sindt Mittel die der Schwachheit am Ende / vnnd nach den andern zu besten kommen. Vnd diese alle zusammen haben das beste bey dieser Patientin ge­than / vnnd sie von dem obbcschriebenen schmertzlichen Leibs Zu­stand erledigt.

Diese will ich nun hieher verzeichnen/zu diesem Ende / daß wer deren bedörffte / vndsichinnöthengebrauchenwolk/solchesthuw könne.

Nemek deß Krauts Tag vnd Nachtu Chamillen/

Hasenpfötlein

Rotezame Müntz oder Balsam Weisst Müntz oder Balsam/

& iiji Weiss