28 Hebammen Buchs

außfleust/vnnd nur allein ein wässerige AeuchtiMr/gseichwohl et­was gefärbet von dem Geblüt/welches die Naturzur Zeit der Rei­nigung der Mutterzuschrcket/außgeführet wirk.

DreKlüffewelcheauffdie Mutterfallen/ bringenvnndvervr- fachen gemeiniglich Bkü st oder Winde /vnnd dz wegen ihrer Kalke/ chavonsievnterweilen Schmers empfinden /vnnd sich fast müden Wehen vergleichen/welche die Werber so der Geburt nahen 7 zu- fühlen pflegen. Ich hab erfahren daß zu Lürdcrungvnd Stillung solcher Schmcrtzen / mit grossem Nutzen gebraucht worden sind Clistirungcn/von solchen Stücken in der Artzney bereitet / die Ey- genschafft haben zu purgieren Im die Winde zuucrtreibcn/mü cink Kuchen von zamcr Müntz oder Balsam / zerquetschet vnd mit A- ^uLVirsebesprenget/ diesesstrlletden Schmertzen trefflich/löste auff/vnnd vertreibt oberzehltcr Massen die Winde / vnnd bringet die Mutter widerumb an ihre rechtegcwöhniiche Statt ohne son­derbare Bewegung. Vnnd wann diese Mittel einer schwängern Frawen gebraucht vnd bepgebracht/werden sie das Kind sich regen machen- Solche Weiber/davon ich die Lange nach gercdt habe/ können nimmermehr eines Kinds schwanger werden / wie sie dann auch keine falsche Empfangnussen /Vcrsamlungen oder Mißge­burten bringen. Ich bin auffein Zeit zu einer schwachen Wcibe- personen/die mit deroberzehlten Mutterseuchebehaffm war / be- ruffen worden/ ihro Beystand zuleisten. Diese war so groß vnnd dick von Leib / gleich als ob sie jetzund gebühren solle. Ich gab den Rath / einen voÄorem derArtzney hiezu erfordern. Demselben entdecket ich- meine Meynung^ Sie hatte hafflige Auffstcigcn pndErstrickungderMutter/dcrmassen / daß sie alle Stunde mir stechen vnd reissen im Leib gequelerwürd. Die Medici mad^ai -hrPurgierungen/liessen jhr ein Aderspringen / Badeten sie / setz­ten jhr Schröpffhörner auffdie Hüfften / liessen jhrzurAderauff demFuß / solcherGestalt/daßdosie sahe/daßesmit ihr davon nicht besser ward / vnd deß Schmertzens kein Auffhören/mches

wer-