einem gelahrten verständigcnArtzr genugsam entdeckt vnnd barerist/von dem selbigen durch gcbürlrche Mitte! leichtlich v£ oder Zu recht gebracht werden kan. Andere finden sie welche die VerhmdcrungjhrerFruchtbarkeit sehr gering achten/ also / daß auß Mangel einer verständigen weisen Frawcn oder Hebammen/ die sie emco bessern vnrerwcifcn / vnnd solchen Weibern anzeigen köndte / daß sie zur Empfangnuß nicht gantz vngeschicket / sie in solcherBeschwcrnuß vndBrcsten bleiben vnd vcrharrcn/inmlttels ist der Mann vnlustig ober die Haußfraw/vnnd vbel Zufrieden / so meyner das Weib / der Mangel sey an dem Manne. Dieser Ge- brechen kommet Zürn dickernmal daher / daß sich. in der Gebähr- muttcreine folchcvberflüssrge Feuchtigkeit erzeigt / welche jhren Vrsprung schöpffet von dem Hirn/ vnnd nimmer jhren Lauffden langen Weg durch den Rückgrad hinab / biß zu denNieren / von danncn solche Feuchugkeit korderpaffirt / jhren Außgang durch obbefagte Gcbahrmuttcr Zusuchcn. Aber in dessen/wird berührte Mutter / durch diese Zustüssige Feuchte dermaffen erkältet / be-- fcuchtigk vnnd verschleimt / daß die natürliche Wärme nicht genugsam ist Zu erwärmen /vnnd an sich zuhalten dasjenige / so von NaturzurEmpfängnuß/vndBildungeinesKindesvonnöhteist. Vnd gehet da Zu gleich wan ein grosser Platzregen oder Gewässer verfallet das Feld/so aller ncwlichst besämet worden / führet vnd vcrstöffet mit sich die Saarnftucht in die Fürchen oder Gräben/ so Zu deß Wassers Abiauffvnd Bchaltnuß gemacht ftynd.
Ich hab offtmals erfahren das solche Weiber / dergleichen Speisen vnd Artzncycn/so außtrucknen / vnnd jhnen von geschickten ^eclrcl§,denen sie die Werber/jhr Gebrechen entdecket vnd angezeigt hatten/verordnet worden waren / nicht mit geringem Nutzen gebraucht. Solche aber waren gmcht zur Cur des Magens/ wclcherals ein böser Koch/sein Ampt vndGebür nicht verrichtete/ noch verdaweeedieSpeisen/sogutwaren / vnd dem gantzen Leibe Nahrung verschaffen sollen.