Herrn Dr. Happel Blatt 2
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Häuschen eInslehen konnte. Auch das Häuschen für die Laborantinnen vjax so weit erstellt. Der Einstig war bereits festgelegt, es mussten nur noch Türen, Fenster und verschiedene andere Kleinigkeiten beschafft werden. Da fielen Bomben in und in der Hähe von Hungen. Die Handwerker mussten Bomben-Schäden reparieren und zur Sicherheit der Bewohner Stollen bauen. Wir sassen im Walde bei Schnee und Eis, trocken ! Aber auch in diesem Falle Hess ich nicht locker, und, wenn auch stark verlangsamt, wurden die Arbeiten durchgeführt. Ende Januar konnten auch die Laborantinnen.in ihr Heim einziehen. Zurzeit sind wir mit dem Ausbau der Arbeitsräume für den-Chef, für mich und für die Bibliothek beschäftigt. Der vorhandene grosse Raum ist bereits durch Einziehen von RabitzWänden abgeteilt und der Fussboden zum grössten Teil gelegt. In der nächsten Woche will der Weissbinder kommen.
Die für die Arbeiten notwendige Wasserleitung wurde gelegt. Auf Eisenkaut ist ein 500 m langer, 70 cm tiefer. Graben bis zu einer Quelle ausgehoben worden • Heber 10 0 m Rohrleitung wurden für die beiden Arbeitsstätten beschafft und werden zurzeit verlegt. In der nächsten Seit hoffe ich noch zwei Waschküchen erstellen zu können. Werden die Ereignisse mir die Zeit mir die Zeit bis zur endgiltigen Fertigstellung gewähren, oder werde ich wie Moses nur in das -gelobte Land hineinschauen dürfen ?
Wie dem auch sei, ich setze nach wie vor alle meine Kräfte für Senckenberg ein, um dem Chef bei seiner Rückkehr mit gutem Gewissen gegenübertreten zu können. Renn stärkere Kräfte noch körnen sollten, so werde ich mich bis zum Aeussersten entgegenstemmen, damit ich gewiss bin, alles bis zum letzten getan zu haben* ,
Hast Du eigentlich die Hefte 1-6 vom Jahre 9944 von Htur und Volk erhalten ? Herrn dies nicht der Fall sein sollte, so teile mir dies bitte mit, damit ich Dir das Fehlende zustellen lassen kann.
Vor einigen Tagen ist nach dreimaliger Vernichtung das S’iana-Heft 5 von 1943 erschienen. Hach der Vernichtung der drei für uns arbeitenden Frankfurter Druckereien hatte Herr Kramer in Gross-
Gerau angefangen. Wir kamen flott vorwärts. Richter’s Nomenklatur- Arbeit wurde als erste herauegebracht. Ein S’iana-Heft, zwei N.& V.- Ilefte, ein Heft vom Archiv für Molluskenkunde waren gesetzt, zum Teil im Ausdruck. Ich war stolz wie ein Spanier ! Da - ein Angriff auf Rüsselsheim. Ein Bomber wird angeschossen, fliegt.aus dem Feuer der Flak-Batterien heraus ln Richtung Westen und setzt sich ausgerechnet mit Bomben und voller Benzinladung auf die Druckerei in Gross-Gerau ! War dadurch bereits die Druckerei vernichtet worden, so warfen danach die später anfliegenden Bomber-Wellen ihre Last in Gross-Gerau ab, in der Annahme, das vermeintliche Ziel vor sich zu haben. Als ich diese Schreckensnachricht an einem Samstag Abend naeh-Rückkehr von