Herrn Dr. Happel
Blatt 3 (21/2)
Nach jahrelangem Hin und Her» Ablehnungen, Vertröstungen ist es mir endlich gelungen, die endgiltige Zusage auf Erhalt von Lohr Lernen vom Reichsamt für Bodenforschung zu bekommen, Anfang Januar habe ich die letzten Schwierigkeiten in eingehender Aussprache mit Prof, Bentz in Berlin und Prof, Seitz in Celle aus dem Weg geräumt, Nun ist alles klar. Die Erdöl-Gesellschaften sind von unseren Arbeiten schriftlich und zum Teil mündlich unterrichtet und haben sich freudig zur Mitarbeit bereit erklärt. Von Dr, Sicher, der Itag haben wir bereits Material erhalten, Herr von Rautenkranz hat sich in lie
benswürdiger Weise angeboten, das Material durch seine Lastwagen nach Hungen zu überführen, Dr, Bartenstein ist gestern nach Celle gefahren» um geschlämmtes Material von der Vacuum, Elwerath und Wintershall in Empfang zu nehmen und sicher nach Hungen zu überführen.
Damit ist endlich die lang ersehnte Grundlage für Forschungsarbeiten auf breitester Basis geschaffen worden. Wir nehmen alles anfallende Material von Zechstein bis Tertiär, da es ansonsten doch weggeworfen werden wird, und so wenigstens der Forschung# wenn auch erst in Jahren, zur Verfügung stehen wird. Die Herren Triebei, HSleh und Bartenstein, sowie meine Wenigkeit arbeiten an Jura-und Kreide-Material. Die Ergebnisse zeichnen sich bereits ab. Wir kommen voran« Eurer Gesellschaft, die als erste uns auf diesem dornenreichen Weg allzeit helfend und fördernd beigestshden hat, gebührt in diesem Zusammenhang besonderer Dank,
Lun will ich schliessen; ich wünsche Dir und Deinen Lieben von Herzen alles Gute. Möge uns in besseren Zeiten ein Wiedersehen beschieden sein .
Herzlichet in alter Frische, trotz des nun kommenden vierten Jahrzehnts, _
Dein
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Anlage.