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Für jetzt lebende Menschen ist es sehr schwer, sich in ein solches reines Denken hineinversetzen zu können, da meist eine große Zer­rissenheit in der Veranlagung und im Verhalten besteht. Die Religion wird durchschnittlich, als außerhalb alles irdischen Geschehens liegend, betrachtet.

Von der oberen Schädeldecke bis zur Hinterhauptwende lagern nach der Religiosität die Festigkeit und zum Schluß das Selbst- gesühl. Zu beiden Seiten neben der Religiosität das Vertrauen und weiter nach hinten zu die Gewissenhaftigkeit, daran anschließend das Anerkennungsbedürfnis.

Alle diese Eigenschaften sind untereinander harmonisch vertreten und an sich gut ausgeprägt, nur das Selbstgefühl und das An­erkennungsbedürfnis sind unmerklich stärker betont, aber der Reli­giosität untergeordnet. Der gleichmäßig gewölbte Oberschädel zeigt die harmonischen, ethischen, die höchsten geistig seelischen Anlagen an.

Der Mann hatte daher nicht nur Wohlwollen für seine Volksglieder, sondern besaß auch großes Vertrauen zu Gott und seinen verbundenen Stammesangehörigen. Ferner war er gewissenhaft im Denken und suchte alles wertvoll Erkannte mit Zähigkeit festzuhalten. Seine Einsichten und Kenntnisse sollten möglichst unumstößlich sein, sich als wertvoll und zuverlässig erweisen' Er will auf sich und andere bauen können. Zuverlässigkeit gehörte zu seiner Natur, wie das Brot zum Leben.

Trotz seines religiösen Strebens war sein Selbstgefühl und Anerkennungsbedürfnis so kräftig vertreten, daß er selbstbewußt und selbstständig zu denken und zu handeln suchte. Keine Spur von despotischem oder herrischem Denken und Wollen lag vor, aber noch weniger ein Unterwürfiges.

Eine vornehme, gesunde Selbsteinschätzung und persönliche Willens­betonung zierte sein Denken und Handeln, frei von Ueberhebung und Unterwürfigkeit. Ein starkes Ehr- und Göttlichkeitsgefühl kam hinzu.

So bekam seine Natur den festen Rückhalt, der notwendig war, um sicher, selbstbewußt, mit festem Vertrauen auf Gott auftreten zu können.

Ihm stand auch ein guter Konzentrationssinn zur Verfügung, sodaß er seine Gedanken zusammenhalten und auf einen Punkt lenken konnte. Dies geht aus der Entfernung des Ohrloches zu dem abfallenden Teil des Hinterschädels hervor.

Die Hinterhauptslinie setzt sich dann in einer nur wenig ge­krümmten geraden Linie nach unten außen weiter fort, um dann durch einen merklichen Einzug zum Hinterhauptende zu gelangen.

Diese Formbildung des Hmterschädels sagt aus, daß die höhere Liebesfähigkeit wohl an sich kräftiger ist, als der Fortpflanzungs­trieb man beachte die Entfernung vom Ohrloch aber, daß dieser dennoch ausschlaggebend für seine Stellungnahme zum weib­lichen Geschlechts ist. Die größte Auswölbung liegt mehr unten als in der Mitte des Hinterhauptes.