Wegen dem &Archiv« hatte ich Ihnen wohlweislich nichts mitgeteilt da ich Sie nicht unnötiger* Weise in Aufregung versetzen wollte. Oder können Sie sich denken, dass ich kampflos eine 50%ige Kürzung hin» genommen hätte? Da ich einen brieflichen Einspruch für nicht zweck« massig erachtete (S’iana 25%; Natur und Volk weitere 66%; Abhandlangen 40%), bin ich kurzerhand nach Berlin gefahren und habe dem Reichsverband der deutschen Zeitschriftenverleger in einer mehrstündigen Aussprache die besonderen Verhältnisse der Sen ckenb erg-^Zeitschriften klargelegt mit dem Erfolg, dass es mir überlassen wurde, einen Vorschlag hinsichtlich des Umfangs in den nächsten Jahren zu unterbreiten. ^
Der umfangreiche Bericht ist vor einiger Zeit wegegangen und ich hoffe, dass wir in Kürze Bescheid erhalten. Als Umfang für das »Archiv habe ich »etwa ZOO Seiten angesetzt. Vorsorglich -vor meiner Reise nach Berlin— habe ich Herrn Dr.WINZ vorgeschlagen, das bereits i Ausdruck befindliche Heft so stark wie möglich zu machen und die vorhandenen Arbeiten restlos unterzubringen. Dies ist- wie Sie Ja inzwischen an dem Ihnen zugegangenen Heft gesehen haben— geschehen. Ein solch stattliches Heft ist m.E. noch niemals heraus« gebracht worden und hat hinsichtlich PafjfeBr und Umfang bereits ^ trächtliehes Aufsehen erregt. Prof.SCHINDEWOLF schrieb mir, wie wir im 4*KriegsJahr so etwas fertigbringen könnten!
In S’iana sind wir vollständig zum Kleindruck übergegangen. Ich hatte dies auch fürs »Archiv» vor, bin aber alsdann wieder davon ab« gegangen, da ich fürchtete, in Anbetracht des geringen Einganges von Manuskripten an Umfang zu verlieren. Wenn diese, meine Befürchtung nicht zu erwarten ist, kann man dieser Frage näher treten und Herrn HARTMANN die Frage betr.Kleindruck-Typen vorlegen. Aber wollen wir die Entscheidung von Berlin abwarten.
Ihre Frau hat Sie also von dem Anruf Ihres »Kameraden» unter«