machen können. Nutzen Sie die Zeit gut aus, denn der Sommer ist schnell herum.
Dr.SCHÄFER hat mich am Samstag vor Ostern für eine halbe Stun« de auf der Durchreise zu seiner Frau aufgesucht. Wie ich Ihnen ja bereits schrieb, hat er die Meteorologie an den Nagel hangen müssen und wird z.Z. infanteristisch ausgebildet. In der nächsten Zeit muss er an einem Unteroffizier-Kurs teilnehmen, sodass er dadurch bis Ende Juni/Anfang Juli in Berlin festgehalten wird. BARIENSTEIN weilt noch in Berlin, und wartet auf seinen Einsatz« befahl in das Erdöl-Gebiet von Römny.
Herr Dr.WEKZ schreibt in seinem Brief an Sie, dass die Mol« Iusken-Bibliothek »entvögelt» worden sei. Herr Dr.WEKZ irbtsich in diesem Falle, da Frau BRINGEZU, die uns durch Eingreifen von Gauleiter, Oberbürgermeister und Kurator vom Arbeitsamt zur Verfügung gestellt worden ist, bisher von mir noch keinen Auftrag hinsichtlich der MolIusken-Bibliothek erhalten hat, Zumal Herr Prof.PETRY nach wie vor tüchtig am Werke ist. Sonderdrucke sind, wie ich mich auf Grund des Briefes nochmals eingehend erkundigt habe, der MolluskanBibliotbek nicht entnommen worden, sondern im Gegenteil, sehr viele einschlägige Arbeiten sind aus der Zentral» Bibliothek herausgenommen und Ihrer Bibliothek zugeführt worden. Die Bibliotheks-Arbeiten werden von Frau B. in sorgfältigster und trotzdem schnellster Weise durchgeführt, sodass bereits fast die gesamte CAHN’sche Bibliothek durchgearbeitet ist.
In einem meiner letzten Briefe hatte ich Ihnen über das Nach« füllen der Alkohol-Sammlung berichtet. Die Arbeiten sind inzwisch in Angriff genommen worden. Ich habe mich soeben selber davon übe zeugt. Es geht ziemlich schnell, da in nur wenigen Fällen Alkohol nachzufüllen ist. Ihre Befürchtungen wegen Verlust des Matesials durch Eintrocknung sind also Gott sei Dank unbegründet. Ich habe