hat sich um 10 OOOte verringert. Die Mieteinnahmen aus unserem
Hause, Neue Mainzerstrasse, sind ; n diesem Jahr um über 20 000 Mark geringer als vorhergehenden. Die Zahl unserer Angestellten und Beamten aber kann ohne Gefährdung der Sammluhgen nicht |
noch weiter herabgesetzt werden! Vir stehen daher vor der Gefahr^ dass Kulturgut vernichtet wird, denn dass unsere Mittel nicht einmal zur Bezahlung unserer Angestellten ausreichen, wird der nächste Voranschlag klar ergeben. Wenn ich nun auf der anderen Seite sehe, dass die Stadt zuerst die uns früher immer wieder ersetzten Unkosten für Elektrizität, Gas, Wasser, Müllabfuhr, Strassenreinigung etc.,fallen liess und dass sie nun auch mit dem Abbau des Zuschusses beginnt, so muss ich warnend darauf hinwei- sen, dass wir nahe an der Grenze angelangt sind, an der eine Überlegung angestellt werden muss, ob die Gesellschaft weiter existieren kann. Dass aber durch einen völligen Zusammenbruch der Stadt dauernd viel grössere Lasten auferlegt würden, als sie gegenwärtig trägt, das wissen Sie. Wenn es also eine Möglichkeit gibt, den Zuschuss des Vorjahres wenigstens in gleicher Höhe aufrecht zu erhalten, so wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich darauf hinwiesen.
Ich schreibe Ihnen persönlich, weil ich volles Vertrauen zu Ihrer oft bewährten freundschaftlichen Gesinnung für unser Senckenberg und für mich habe.
Mit herzlichen Grüssen