Frankfurt am Main* deni 6.September 1930.
An die
Betr. Herabsetzung der Beiträge,
Zuschüsse usw.für 1931.
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Die ausserordentliche Verschlechterung der Wirtschaftl i chen tage hat bekanntlich zu einer unerwartet schweren und anhaltenden Steigerung der sozialen Ausgabeh der Gemeinde und zu einem er» heblichen Rückgang der Einnahmen der Stadtverwaltung geführt.
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Entsprechend den Anweisungen der oberen städtischen Behörden müssen wir daher an die Aufstellung des Voranschlags für 1931 * mit der durch die Verhältnisse bedingten äussersten Sparsamkeit herangehen.
Wir sind uns bewusst, dass gerade die von uns geförderten Vereine und Einrichtungen insbesondere in der heutigen Zeit auf den Zuschuss der Stadt mehr denn je angewiesen sind und verkennen nicht, dass die Kürzung des städtischen Beitrages für Sie eine Massnahme von ausserordentIich einschneidender Wirkung ist.
Wir können zu unserem Bedauern nicht umhin, entsprechend den ergangenen Anweisungen in dem z.Zt. in Vorbereitung befind» liehen Entwurf des Haushaltsplanes für 1931 für Sie nur einen Betrag von £P.*PPP.> rRM e i nzijste 11 en und hoffen, mit diesem Ansatz bei- dep Etatberatungen durchdringen zu können. Eine Gewähr, dass dieser Ansatz erhalten bleibt, können wir nicht übernehmen. Wir werden Ihnen nach Feststellung des Etats weitere Mitteilung zugehen lassen.
Wir hoffen, dass Sie unser Vorgehen verstehen werden und gestatten uns darauf hinzuweisen, dass wir seither trotz starker Abstriche, die wir ah unserem Etat hinnehmen mussten, stets auf die Bedürfnisse der uns nahestehenden Institute, Vereine und Gesellschaften die denkbar grösste Rücksicht genommen haben.
Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft
hier
Viktoria Allee 7
80.IX.30.
gez. Dr. K e I I
Stadtral
begl.
Verw.Oberinspektor