9.Februar 1920
An den
Magistrat der Stadt
Frankfurt a. M.
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Hochgeehrte Herren!
Die Senekenbergisehe N&turforsehende Gesellschaft ist durch die gegenwärtige Not gleichfalls in ausserste Bedrängnis geraten und wendet sich an die Stadt, mit der Bilte, ihr zu Hilfe zu kommen. Sie begründet diese Bitte folgender- massen;
So lange Deutschland im Aufstieg begriffen war, konnte die Senekenbergisehe Naturforschende Gesellschaft das Museum allein betreiben, weil unter Frankfurts Bürgern der Gemeinsinn immer gross genug war, um Einrichtungen zu unterstützen, die der Allgemeinheit dienten. Trat wirklich einmal vorübergehend die Not an die Gesellschaft heran — um die Mitte des vorigen üahrhunderts bis zum Jahre 1805 war das längere Zeit der Fall —, so sprang die Stadt mit einem jährlichen Zuschuss ein. Denn eine Stadt von der Grösse Frankfurts muss ein naturwissenschaftliches Museum haben, um ihrer Bürgerschaft die gewaltigen Fortschritte dieser Gebiete fortlaufend zur Kenntnis zu bringen.
Sie MÄs ihren Schulen die dringend notwendige Ergänzung des