und.ermüden schnell, sie bilden das Fleisch der jungen Tiere, die dunklen reagieren schwer, ermüden ater nicht leicht, sondern sind dauernder Zusammenziehung fähig. Sie bilden das rote Fleisch der alten Tiere..Der Anteil, den die beiden Faserarten am Aufbau des einzelnen Muskels und an der Gesamtmuskulatur der Tiere haben, ist •verschieden und in seinen Einzelheiten noch sehr wenig bekannt. Knob­lauch glaubte nun, dass das Verhalten der Myastheniker sich erklären lasse, wenn man annähme, dass ihre Muskeln überwiegend auf die Leistugl der hellen Fasern angewiesen wären. Besonders die myasthenische Reaktion, das Ermüden des Muskels unter der Einwirkung des 'faradischen Stroms, schien so eine Erklärung zu finden. Umgekehrt liess sich die , Myotonie unter der Annahme eines überwiegens der trägen Muskelfasern erklären. Für die bestechende Theorie liessen sich aus dem spärlich zur Verfügung stehenden Material Argumente erbringen, aber sie liess sich nicht, beweisen. Der Beweis war schon deshalb unmöglich, weil die normalen diesbezüglichen Verhältnisse nicht genügend bekannt waren. Knoblauch warf sich nun auf die “Erforsching dieses Gebiets. Seine zoologischen Kenntnisse und die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit seiner Schüler unterstützten die Arbeit. Wertvolle Beiträge zur Kennt­nis der Muskulatur wurden von.Ewald und später von Paul Schäfer ver- öf fent 1 ich t.

Gegen die Theorie wurden gewichtige Einwände erhoben. Der Mit­arbeiter Schäfer wurde durch eiben frühen Tod hinweggerafft. Haupt­sächlich aber mussten die Arbeiten unvollendet liegen bleiben, weil Aufgaben ganz anderer Art an Knoblauch herantraten. Die Senckenbergi- sche Haturforschende Gesellschaft, die Knoblauch immer wieder zu ihrem ersten Direktor wählte, errichtete für ihr Museum und ihre Bibliothek grossartige Neubauten. Das Universitätsprojekt nahte,der Ausführung. Beide Unternehmungen standen in enger Beziehung. Knoblauchs Organisa­tionstalent feierte Triumphe. Die. Bauten wurden vollendet, die Univer­sität sg.ründung gelang.

Da brach der Krieg aus und verwandelte das Siechenhaus in ein Lazarett. Aus dem feinen Gelehrten, der den Untergang Deutschlands klar, wie nur ganz wenige, vorausahnte, wurde ein rastloser, nie er müdender Militärarzt. Seine früher nie besonders betonte Vaterlands­liebe wurde zur verzehrenden Leidenschaft. Ervzog ganz in das Siechen-