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Gedankens auf, verarbeiteten das Gewonnene weiter, und heute finden sich diese Ergebnisse zerstreut in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten. So war das „Haus Kobelt" der bevorzugte Treffpunkt vieler Freunde der Umgebung und der weiten Welt, wo die Stunden, rascher als man geglaubt, verflogen. Es war aber auch der Sammelpunkt, wo sich Arme und Unbemittelte Rat holten; ohne Tröstung, sei es in Worten oder mit der Tat, ging dann niemand von dannen. Wie im Kleinen, so im Großen; als es galt, nach dem Tode O. F. von Möllendorffs, dessen kostbare Molluskensammlung dem Senckenbergischen Museum zu erhalten, da garantierte Wilhelm Kobelt mit seinen bescheidenen Mitteln selbst, um die Sammlung zu sichern, bis die notwendige Ankaufsumme zusammengetragen war.
Daß das Andenken an einen solchen Mann, der mit unserer Gesellschaft so vielfach und innig verwachsen war — galt doch seine letzte Arbeit der Niederschrift der 100 jährigen Geschichte der Gesellschaft, die ersten fünf Dezennien konnte er noch fertigstellen — von ihr hoch in Ehren gehalten wird, mit dem berechtigten Stolze, daß er der ihre war, bedarf keiner weiteren Versicherung. An dieser Stätte kann sie ihm nur die letzte Ehre geben, indem sie die verdienten Lorbeeren zu seinen Füßen niederlegt. —
In gleicher Weise ehrt der Verein für naturwissenschaftliche Unterhaltung in Frankfurt a. M. sein treues, langjähriges Mitglied, Wilhelm K o b e l t, durch Niederlegen eines Kranzes.
Auch die Deutsche Zoologische Gesellschaft in Berlin, auf deren Jahresversammlung 1909 in Frankfurt a. M. ihr Mitglied, Wilhelm Kobelt, an der Hand seiner Sammlungen seine zoogeographischen Anschauungen vortragen konnte, gibt ihrer Hochschätzung für den trefflichen Forscher sichtbaren Ausdruck durch Niederlegen eines Lorbeerkranzes.
An dem leuchtenden Himmel wissenschaftlicher Erkenntnis wird der Name Wilhelm Kobelt alle Zeit als ein Stern erster Größe strahlen; in den Herzen der Vielen, die ihn liebten und verehrten, wird das Andenken an ihn, den gütigen, allezeit hilfsbereiten und milde urteilenden Menschen, ebenfalls nie erlöschen.
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Im Namen des R h e i n - M a i n i s ch e n Verbandes für Volksbildung nahm der Vorsitzende des Verbandes, Herr- Pfarrer Küster, Höchst a. M., von dessen Ehrenvorsitzenden mit folgenden Worten Abschied:
Im Namen und Auftrag des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung lege ich diesen Kranz an dem Sarge unseres Gründers und langjährigen 1. Vorsitzenden nieder als ein Zeichen unserer Dankbarkeit und Gesinnungsgemeinschaft.