Masse Vertrauenssache ist, ausgerechnet ein Glied der Familie Heyne berufen wurde. Jordan vom Tring-Museum bezeichnete es als das stärkste Stück, von dem er Je gehört. Diese kaum begreiflichen Zu­stände haben denn auch dazu geführt, dass die Deutsche Entomologi- gche Gesellschaft allen Zusammenhang mit dem Nationalmuseum löst, dass sie die Aufstellung ihrer Bibliothek im Museum ( wofür das Kraatzsche Testament kostenlos Bäume zur Verfügung stellt ) abge­lehnt, und dass neuerdings wieder Hauptmann Moser das frühere Ver­sprechen, seine Sammlung dorthin zu geben, zurückgezogen hat. Kurz­um nach allgemeiner Ansicht nimmt die Entwickelung des National­museums einen Weg, der nicht aufwärts führt. SeineU ganzen Anlage^ nach macht das Unternehmen einen durchaus dilettantischen Eindruck: die Herren dort haben sich den Betrieb eines grösseren Museums wohl etwas einfacher vorgestellt als er ist.

Wenn ich angesichts dieser Verhältnisse mich entschlossen habe, Ihnen, hochverehrter Herr Professor, ausführlich darüber zu schreiben, so tue ich es ercias zweierlei getrennten Eigenschaften.

Erstens 'Müsste ich als warmer Freund der wissenschaftli­chen Entomologie tief bedauern, wenn die von Heyden'sehe Sammlung,

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die ein so wichtiges und unentbehrliches Werkzeug wissenschaftli­chen Fortschritts geworden ist, im Nationalmuseum zu Schaden käme, wohl gar ruiniert würde: diese Gefahr liegt aber leider nahe, wer garantiert dafür, dass Heyne, dem Ja das Becht, Doubletten des Mu­seums für sich zu verwenden, zugestanden ist, sich nicht an Ihrer Sammlung vergreift? Und nach ihm andere ? Denn ZA der gloriosen Idee, einen Händler ( und was für einen ! ) zum Hüter der für ihn so verführerischen Schätze zu be/^#^, hält man vermutlich fest; 2>u«l mindestens ist das, was Jetzt geschieht^ auch in der Zukunft möglich. Ich meinte früher wohl, dass man die kostbare Sammlung

durch die Bestimmung sichern könnte, sie dürfe niemals und unter