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Abschrift.
Frankfurt a. M., den 27. August 1910.
Hochverehrter Herr Professor ! ( von Heyden )
Eben vom Internationalen Zoologen-Kongress in Graz zurückgekehrt, halte ich es, unter dem Eindrücke von Dingen, die ich dort erfahren habe, für meine unabweisliche Pflicht, Ihnen über eine Angelegenheit zu schreiben, die schon früher gelegentlich zwischen uns berührt wurde: das dereinstige Schicksal der von Ihrem Herrn Vater angelegten und von Ihnen zu so glänzender Höhe gebrachten Käfersammlung.
Von bekannten Entomologen und Kollegen habe ich über das » National Museum » wieder recht schlimme Sachen gehört. Der Direktor, Dr. Horn, der wenigstens einige Garantie für ordnungs- mässigen Betrieb zu bieten schien, hat sich »> aus gesundheitlichen Gründen » ( es steht in der 1. Nummer der », Entomol ogischen Nationalbibliothek n auf S. 7. ) auf zwei Jahre ( ! ) beurlauben lassen Während dieses langen und in der Gründungszeit des Museums doppelt befremdlichen Urlaubs führt der Kustos Dr. Sehenkling die Direktion. Schenk!ing aber ist - was bei Museumsbeamten sonst nirgends geduldet wird - selber noch Sammler: auf der dritten Umschlagseite der genannten Nummer'bietet er - natürlich für eigene Rechnung - Kauf- und Tauschgeschäfte in exotischen Käfern an. Und Alexander Heyne, der mittlerweile seine neue Insektenhandlung eröffnet hat,
” sortiert und ordnet » für das Museum; wer ihn dabei beaufsichtig weis^kein Mensch. Es ist fast komisch, wenn es nicht so traurig wäre, dass zu dieser eigentümlichen Stellung, die im allerhöchsten