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wir stolz sein dürfen. Wie eine Ironie des Schick­sals nimmt es sich aus, daß gerade eine solche Arbeitskraft, in welcher alle guten Eigenschaften, welche die Vorzüge deutscher Wissenschaft und Ver­waltung ausmachen, verkörpert waren, wie ein entbehrlicher Handlanger auf die Straße gesetzt wurde, und wenn an seine Stelle ein kleiner Ad­vokat tritt. Der Deutsche hat seine Dienste ge­leistet, der Deutsche kann gehen.

Es ist daher das Verhalten der Staatsre­gierung von S. Paulo, welches uns so tief em­pört, es ist ein Konflikt zwischen automatischer Selbstherrlichkeit und treuer Pftichterfüllung, wel­cher nicht nur uns beschäftigt, sondern auch die lusobrasilianische Presse. Wir gaben schon an an­derer Stelle Urteile landessprachiger Kollegen wieder; hier zum Schluß noch die eingangs er­wähnte Auslassung des sonst so deutschenfeindli- chenEstado de S. Paulo", dem wir jedoch das Zeugnis ausstellen müssen, daß er sich im vorliegenden Falle außerordentlich wacker benom­men hat. Das Blatt schrieb am 7. Nov. 1916:

Warum wurde vr. Jhering entlassen? Seit längerer Zeit gab es Klagen gegen Jhering.' Das kommt bei allen Beamten gewisser Klassen vor. Das ereignet sich vorzugsweise bei Beam­ten, welche aus Grund ihres Wertes, des Be­wußtseins ihres Wertes, der Würde, mit welcher sie ihrer Verpflichtungen sich entledigen, weder Gelegenheit noch Lust haben, sich bei den Mäch­tigen des Tages einzuschmeicheln. Die Regierung hatte ihre Gründe, um diese mehr oder minder anonymen Klagen mit Befriedigung zu vernehmen; sie ernannte eine Untersuchungskommission. Was man niemals gegen die schädlichsten und Nach­lässigsten Elemente des Beamtentums unternom­men, das tat man mit den Ausschreitungen einer unerhörter Strenge gegen den alten (und deut­schen! Red.) Mann der Wissenschaft... Das