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unseren berühmten Landsmann Dr. Hermann von Jhering 'anzusehen, welcher am 4. November 1916 von der Paulistaner Staatsregierung seines Po­stens als Direktor desMufeu Paulista" entho­ben wurde, ohne Entschädigung, ohne Pension, trotzdem er, seit 1882 brasilianischer Bürger, le­ben s länglich ernannter Beamter war. Hier in Rio Grande do Sul, wo Dr. v. Jhering von '18801893 weilte als Arzt, zeitweise als Redakteur unsererDeutschen Zeitung" und als Naturforscher des National-Museums in Rio de Janeiro, ist ihm ein gutes Andenken gesichert wegen der hervorragenden Stelle, welche er im politischen Leben des Deutschtums unseres Staa­tes einnahm. In Ergänzung des in der Ein­leitung zu diesem Schristchen wiedergegebenen bio­graphischen Abrisses sei hier nachtragsweise da­ran erinnert, daß Dr. v. Jhering sich einst als Freund und Parteigenosse von Silveira Mar­tins, v. Koseritz, Haensel, Bartholomay und vie­len Anderen in den Kolonien Mundo Novo und Säo Louren?o lebhaft an jener Emanzipierung des deutschen Elementes beteiligte, welche seine gegenwärtige gesicherte Stellung begründete. Ne­ben Karl Trein ist er der einzige Ueberlebende jener Schar verdienter patriotischer Männer un­seres Deutschtums. Immer, auch im weiteren Le­ben, war Jhering einer jener gemäßigten Deutsch­brasilianer, welche dem neuen Lande ihrer Wahl loyal gedient haben und die Harmonie zwischen den beiden so eng verbundenen Volkselementen zu festigen bestrebt gewesen sind.

Noch in seinem neuen Wirkungskreis in S. Paulo war Jhering, indem er eine wissenschaft­liche Anstalt ersten Ranges schuf und leitete, ihr Ansehen im Auslande fest begründete und durch zahlreiche Veröffentlichungen in portugiesischer Sprache die Heimatkunde im Lande selbst för­derte, ein Pionier deutscher Wissenschaft, auf den