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in Brasilien könnten sich da ein Verdienst er-

ich um ein Vorgehen chem Boden wohl- e des Ansehens B r a-

werben. Denn es handelt aus kulturellem, nicht politif verstanden. Und im Jnteress si li en's s elbst erscheint uns ein solches Vor­gehen dringend geboten, roeil es einen Makel aus dem reinen Ehrenschilde unseres Landes wenn buch eigentlich nur des Staates S. Paulo zu tilgen gilt.

Wenn die Brasilianer vollauf berechtigt sind, von ihren deutschbürtigen Mitbürgern loyales Ver­halten zu heischen, so dürfen auch wir unserseits die Achtung beanspruchen, die uns zukommt und die uns im allgemeinen auch nicht versagt wird. In dem besonders krassenFalle Ihering" aber ist es geschehen, wenn auch nicht seitens ganz Brasiliens, sondern nur der Regierung eines der Staaten. Dieser Schlag gegen die deutsche Kul­tur als solcher stellt sich der Fall bei der Bedeutung v. Iherings dar fordert Sühne, innerhalb des Rahmens unserer Landesgesetze selbstverständlich, denn Dr. v. Ihering ist brasi­lianischer Bürger. Jeder vernünftig denkende Bra­silianer wird begreifen, daß normale, einwand­freie Beziehungen zur deutschen Kultur chrem Lande nur von Nutzen sein können. Auch die min­der -Einsichtigen werden das in immer steigendem Grade einsehen lernen,' die Lehren des Weltkrie­ges sprechen allzu laut, und wenn erst das Kriegs­getöse vollends verhallt ist, dann werden diese Lehren auch an Ohren klingen, die bisher dafür noch nicht empfänglich waren. Das ist für uns ganz sicher. Der Amschwung bahnt sich auch be­reits an.

Einstweilen aber ist die Eesamtlage noch die, daß der große Weltkrieg noch immer seine Opfer fordert, nicht nur im Felde, sondern vieleror- ten, wo Deutsche in hervorragender Stellung tä­tig sind. Als ein solches Opfer haben wir auch