Seine Freunde raten ihm, durch Prozeß die Annullierung des Entlassungsdekretes zu erstreben, er aber weigert sich, das zu tun. „Die Regierung von S. Paulo," so schreibt er uns, „hat roh das Band zwischen uns zerrissen; ich will es nicht wieder angeknüpft sehen. Meine Genugtuung muß es sein, mit reinem Gewissen in die Dürftigkeit unterzutauchen. Unsere Familie hat seit 1374, bis zu welchem Datum unser Stammbaum zurückreicht, ihrem Ländle zahlreiche hervorragende Männer in Verwaltung und Wissenschaft gegeben. Ich glaube mich ihrer würdig gehalten zu haben."
Das hat der berühmte Forscher ganz gewiß, wie unsere Leser mit zweifelloser Evidenz aus dem Vorstehenden ersehen. Indessen sind !wir doch der selbstverständlich! ganz unmaßgeblichen Meinung, daß her Gelehrte in seiner vornehmen Zurückhaltung zu weit geht. Es wäre unseres Erachtens noch kein „Wiederanknüpfen des zerrissenen Bandes zur Staatsregierung von S. Paulo", wenn er sein unzweifelhaftes Recht und das ebenso unzweifelhafte Unrecht der dortigen Regierung auch durch richterlichen Spruch sest- stellen ließe. Denn noch gibt es Richter in Brasilien, und gewiß auch in S. Paulo, die nicht aus Schwarz — Weiß machen, auch wenn das Schwarze einer Staatsregierung anhaftet. — Freilich, eine Regierung prozessiert umsonst, und Prozesse lassen sich durch Einwände (excep?öes) und dergleichen viele Jahre lang hinausziehen. Und Geistesarbeiter in Brasilien, die lediglich ihren idealen Ausgaben zu leben trachten, pflegen nicht soviel Schätze anzuhüufen, daß sie davon noch kostspielige Prozesse bestreiten können, noch dazu, wenn ihnen eine Regierung in parlamentarisch gar nicht zu benennender Weise ihr urkund- . lich und gesetzlich zugesichertes Einkommen entzieht. Von den Aufregungen und Scherereien, bte.