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tigste von Südamerika. Außer der Schausammlung bestehen große Studiensammlungen von Schalen lebender und fossiler Mollusken, welche über 50V Schiebladen anfüllen. Die Hälfte von allem, was da ist, wurde direkt oder indirekt von Hrn. v. Ihering dem Museum zugewandt. So hat er von den von Hrn. Ame- ghino, dem bedeutenden argentinischen Natur-, forscher, zur Bearbeitung erhaltenen fossilen Schalen von Patagonien einen Schrank voll dem Museum zugewiesen sowie alles, was er an fossilen krebsen, Korallen, Seeigeln usw. besaß. Es gibt kein Museum Südamerikas, welches an Mollusken eine so reiche und so vollkommen durchgear- beitete Sammlung besäße rote das von S. Paulo. Zu verlangen, daß Herr von Ihering auch den Rest seines Eigentums dem Museum überweisen müsse, ist ein ebenso wohlbegründetes und nobles Vorgehen wie das der hungrigen Erben, denen eine Erbtante schon bei Lebzeiten die Hälfte ihres Vermögens Übermacht hat, und welche diese nun totschlagen, weil sie eigensinnig genug war, ben Rest sich selbst Vorbehalten zu wollen.
Einen besonderen Stein des Anstoßes hat die Sammlung fossiler C o n ch y l i e n von Pa t a- g o n i e n gebildet. Es steht durch Dokumente fest, daß Herr Or. Florentino Ameghino dieses Material seinem" Freunde und Kollegen v. Ihering zur Bearbeitung sandte mit der Erlaubnis, einen Teil des Materials zu behalten. Das beweisen Briese jenes Gelehrten und Erklärungen seiner Sammler, des Obersten A. Romero und seines Bruders Carlos Ameghino, Sektionschef am Na- tional-Museum in Buenos Aires. Die Behauptung der Kommission, daß Herr von Ihering sich Conchylien angeeignet habe, welche für das Museu Paulista bestimmt gewesen seien, ist freie Erfindung, denn die sämtlichen Briefe, welche Hr. Ameghino an Or. von Ihering richtete und welche