' Jahre

ebenso c einici >n toter der «

m bem fce»

2 a b o r o-

n < bah inan Npetoietsn

3 Kunlelsche SuSfcnoic.

: ® al» fönig.

Kunkel von

eonhard b>>e» Johann ovatormm im Berlin aus gerun-Amu.

h nach niehr- >kcit. Wahr- 3 gewesen, schon aus

un Abe. Doineni- Aben-

rcßoin Ge-

wie er eZ des Krön-

neske Me.

"e er am auch noch Georg ander 1565 mit Schein, hier we- 7. März Fai! hak

MZijchen

Sen mit.

er zäh. Cag. Aus- ihrer

sind rtum sei der Ge°

bcsland- spondenz Kor- entsetz

Aus-

?inen

ileer

,esrn

her- i

an? ;

'V. Wissenschaftliche Sitzung der Sencken- bergischen Natnrforschenden Gesellschaft.

Frankfurt a. M., den 25. November 1905.

Vorsitzender: Dr. A. Knoblauch.'

Der Vorsitzende macht auf die hervorragende ausgestellte Sammlung von Vogelbälgen aufmerksam, welche Herr Louis Witzel, ein geborener Frankfurter, der in Ru­mänien ansässig ist, auf feinen Jagdrevieren in deur Sumpf- gebiet der Donauniederungen erlegt, sorgfältig präpariert und dem Museum zum Geschenk gemacht hat. Ferner teilt er mit, daß Frau Baronin v. R e i n ach in munisizentester Weise die paläontologische Sammlung dadurch berckhert hat, daß sie den Ankauf einer wertvollen Sammlung an sellenen Fossilien aus den Dyckerhoffschen Steinbrücheu von Biebrich usw. ermöglichte. Alsdann spricht Geheimer Me­dizinalrat Pros. Dr. W. Dönitz vom König!. Institut für Infektionskrankheiten in Berlin über:

Die Zecken als Krankheitsüberträger."

Es ist vom Wechselficker her bekannt, daß die Krankheit nicht direkt von einem Menschen auf den anderen übergeht, sondern daß dazu die Dazwischenkunft einer Mücke nötig ist. Die Mücke nimmt mit dem Blute, welches sie saugt, von den: Wechselfieberkrauken auch die Parasiten, d. h. die Erreger des Wechselsiebers auf. Diese entwickeln sich ins Körper der Mücke weiter und verwandeln sich in eine Form, welche es ihnen gestattet, bei einem gesunden Menschen die­selbe Krankheit zu erzeugen, wenn die insizierte Mücke ihn, sticht. Diese Mücken, gewisie Anophelesarten, sind also notwendige Zwischenglieder für die Ansteckung mit Wechsel­fieber.

Solcher Krankheiten, bei welchen ein Zwischenwirt berj Parasiten die Ansteckung bewirkt, kennen wir nun schon eine große Anzahl, und ganz besonderes Interesse, sowohl in wissenschaftlicher wie in wirtschaftlicher Beziehung er­regen diejenigen, bei welchen Zecken die Krankheits­überträger sind.

Mr kennen jetzt schon gegen 200 verschiedene Zeckeu- arten, von denen aber nur wenige Arten für uns in Be­tracht kommen. Die erste Art, welche die Aufmerksamkeit erregte, war der amerikanische Boophilus annu-. latus {= bovis oder australis), welcher das Texas­fieber erzeugt. Diese Zecke hat eine ganz andere Lebens-^ weise als unser H o l z b o ck, der bekannte Ixodes ricinus.. Dieser muß sich, wie fast alle Zecken, zweimal häuten. Durch die erste Häutung verwandelt sich die sechsbeinige Larve, in eine achtbeimge geschlechtslose Nymphe, und durch dis zweite Häutung geht diese in ein geschlechtsreifes Tier über, das also entweder ein Männchen oder ein Weibchen ist Die Zecke braucht zum Leben Blut, oder auch Lymphe^ die sie von dem Wirbeltier entnimmt, an dem.sie sich fest- gesaugt hat. Vor jeder Häutung fällt der Ixodes vorn Wirbellier ab und häutet sich in einem Versteck; da­nach kriecht er wieder einem blutliefernden Tiere an- Im Gegensatz dazu macht Boophilus beide Häutungen auf demselben Wirbeltier, meist einem Rinde (oder auch Pferdes durch. Aus dieser Lebensweise erklären sich viele Eigentümlichkeiten, welche das Texasficker darbot.

Das Texassieber ist in den Südstaaten Nordamerikas heimisch. Dort werden fast alle Rinder damit angesteckt, aber meist schon in früher Jugend. Da aber Kälber die Krankheit gut ertragen, so erleidet der Herdenbesitzer nur wenige Verluste; und da das einmalige Uckersiehen der Krankheit Immunität erzeugt, so sind die erwachsenen, sonst gegen diese Krankheit sehr empfindlichen Rinder, ge­gen eine nochmalige Erkrankung gefeit. Diese Tiere sind zwar anscheinend gesund, aber sie beheckergen immer noch, die Parasiten in ihrem Blute. Wenn solche Rinder mm mit den Zecken, mit denen sie immer besetzt sind, als Schlachtvieh nach dem Norden getrieben werden, wo diese Zecken sonst nicht Vorkommen, so fallen die Zecken nach' ihrer Reife ab, legen Eier, und die ausschlüpfenden Larven kriechen den dort einheimischen Rindern an und stecken in den Nordstaaten also die gesunden Rinder an, und von diesen sterben am Texasfieber 5030 Prozent. Hieraus erklärt sich die Beobachtung, daß Texasvich in den Nord­staaten nicht direkt die Rinder ansteckt, mit denen es in Berührung kommt, sondern die Weideplätze sind es, aus denen es gestanden. Eine solche Weide kann 46 Wochen lang ungefährdet von anderem Vieh benutzt werden, weil in dieser Zeit die Jungen der Zecken noch nicht die Eier verlassen haben. Kommen aber später Rinder aus diese: Weide, so bekommen sie sicher das Texasfieber.

\ c Diese Krankheit, die also alljährlich in die Nordstaaten^. \ eingesührt wird, hat sich trotzdem dort nicht eingenistet,

^ weil die betreffende Zecke dort im Winter zu Grunde geht'

| und andere Zecken die Krankheit nicht zu übertragen ver- j mögen.

! Der von Th. Smith entdeckte Parasit des Texasfiebers ! ist ein kleines, tierisches Wesen, das in den roten Blutkörper- l chen lebt, Es hat ungefähr biMförmige .Gestalt rrnd UM weist zu zweien in einem Blutkörperchen. Man hat'es deshalb Piroplasma bigeminum benannt. Daß dieser Parasit durch die Eier der Zecken hindurch auf ihre Nachkommenschaft übergeht, muß man aus den erwähnten Beobachtungen schließen. Tatsächlich hat Koch neuerdings in Zentralafrika, wo dieselbe Krankheit vorkommt, die Parasiten bis ins Ei hinein verfolgt und dabei auch ge­wisse Entwicklungssormen derselben kennen gelernt, die ihn erst zur Ansteckung geeignet machen.

Eine zweite, ähnliche Krcmkheit mit einem ganz ähn­lichen, aber viel kleineren Parasiten der roten Blutkörper­chen, hat Koch an der Küste von Afrika entdeckt und sie Afrikanisches Küstenfiebcr genannt.

Ferner kommt in Europa eine ähnliche Krcurkheit vor, die Haemoglobinuric der Rinder. Man warf sie bisher mit dem Texasficker zusammen; da sie aber durch unseren Ixodes ricinus übertragen wird, während das Texasfieber einzig auf Boophilus annulatus '(und Boophilus decolora,tus in Afrika) ange­wiesen ist, so wird man sic wohl als selbständige Krank- heit cmssassen müssen.

Man kennt noch mehrere solche Krankheiten, von denen besonders die des S ch a f c s in Rumänien von M o t a s genauer untersucht wurde. Der Zwischenwirt ist die Zecke Bhipicephalus bursa, welche auch vermittels -ihrer Nachkommenschaft die Ansteckung betvirkt. Zu beach­ten ist noch die von Motas gemachte Beobachtung, daß nicht die jungen Larven und Nymphen die Ansteckung be­wirken, sondern erst die reifen Tiere. Der Parasit muß aber selber erst im Körper der jungen Zecken eine Art Reife durchmachen.

Eine besondere Gruppe unter den Zecken bildert die Ar gast den, welche die Lebensweise der Wanzen ha­ben und von denen eine bekannte Art, Argas per- sions, wirklich auch persische W a n ze genannt wird. Sie besten sich niemals dauernd an ihren Wirt, son­dern gehen nur in der Nacht auf Blutraub aus und ver­stecken sich bei Tage. Während die anderen Zecken nur einige Wochen lcken, können diese mehrere Jahre all wer­den. Sie häuten sich vielmals und saugen nach jeder Häu­tung Blut, also sehr häufig.

Die Parasiten, welche sie auf Menschen und Tiere über­tragen, werden Spirillen oder Spirvchaeten genannt. Es sind winzige, korkzieherartig gewundene Fäd» chen, welche sich in der Blutflüssigkeit zwischen den Blut­körperchen hütdurchschrauben.

Im Jahre 1872 entdeckte Obermeyer, daß sie die Erreger des Rückfallfiebers sind. Neuerdings haben Dut- t o n und R o b. Koch unabhängig von einander gefunden, daß das dortige Rückfällfieber durch eine zur Gruppe der Argasiden gehörige Zecke, den Ornithodorus mou- hata, übertragen wird, und zwar auch wieder durch die Nachkommenschaft. Daraus wird es wahrscheinlich, daß auch das bet uns manchmal vorkommende Rückfallfieber durch Zecken übertragen wird. In Frage käme? hier Argas reflexus, eine Art, welche früher weit über Europa verbreitet war, die aber, wie es scheint, stark mt Rückgänge begriffen ist. Sie hält sich jetzt nur noch in Taubcnställen, und man pflegt sie erst dann zu bemerken,, wenn mau die Taubenschläge eiugehen läßt, denn dann können diese Tiere ihr Bedürfnis nach Blut nur dadurch befriedigen, daß sie den Menschen nachts überfallen. Ein solches Vorkommnis hier in Frankfurt aus den 60er Jah­ren hat Herrn Senator v. Heyden Gelegenheit gegeben, eine Anzahl dieser Tiere zu sammeln und ihre wissenschaftliche Untersuchung durch Dr. Pagenstecher und Dr. Gerstäcker zu veranlassen.

Das Rückfallfieber hat sich jetzt aus Europa auf die öst­lichen Mittelmeerländer zurückgezogen, wo Argas per­stens den Zwischenwirt macht. Daß die Wanze, wie man neuerdings gemeint hat, diese Rolle übernehmen kann, er­scheint völlig ausgeschlossen- Man hat dies daraus geschlos. sen, daß man S p i r o ch a e t e n im Magen der Wanzen fand welche Blut an Rückfallfieberkranken gesogen hatten-- Mer das ist doch selbstverständlich und beweist gar nichts.