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F. Heynemann,
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Statuten ge- Direktor Tr. ,rer Dr. phil.
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Von Publikationen sind erschienen: „Abhand-l tun gen", Band XXVII, Heft 3, „Bericht" 1904 und L. von Heyden, „Tie Käser von Nassau und Frankfurt a. M.", 2. Ausl., 425 Serien. Das auf Anregung des Landwirtschaftsministers dorr Syr Geselllebast gemeinsam mit den anderen naturwissenschastlickien Vereinen der Provinz bearbeitete „Forstbotanische Merkbn-n für die Provinz Hessen-Nassau" ist von Forstmeister Dr. med. d. e. A- R ö r i g fertiggesiellt worden und wird demnächst im Verlage von Gebr. Boruträgcr in Berlin er-' scheinen. Mit diesem umfangreichen Wert ist die Gesellschaft in die Bewegung eingetreten, die sich den Naturdenkmalschutz unserer Heimat zum Ziel setzt.
In Tauschverlichr gegen „Abhandlungen" und „Bericht" ist die Gesellschaft getreten: mit dem ungarischen N ational-Museum in B u d a p e st und der 8oci6t<5 I;inn6enüe in Bordea u r, gegen den „Bericht" mit der Sociiite? Roy ale M alacologjgue in Brüssel, dem Botanical Garden ffl l e wAor k, dem Museum of Natural Hislöry in SstViP gfie ld Mass. 17. 8. A. und der llmbetftfa nmfn a t d~ln Argentinien.
Die Arbeiten innerhalb dH^Museums dienten in der Hauptsache der Herstellung einer neuen Schausammlung und einer vergleichend-anatomischen Sammlung für den Museums-Neubau. Nachdem am 7. April mit den Erdarbeiten begonnen worden war, wurde in feierlicher Weise am 15. Mai der G r u n d st e i n zu dem Museums-Neubau gelegt. Die deutsche Kaise- r i n hatte als Protektorin der Gesellschaft den Generalinspekteur der III. Armee-Inspektion Exzellenz von L i n d eq u i st mit Allerhöchstihrer Vertretung bei der Feier beauftragt. Außerdem wohnten zahlreiche Vertreter der hiesigen staatlichen und städtischen Behör- den, der benachbarten Universitäten, der Technischen Hochschule in Darmstadt und hiesiger und auswärnger naturwissenschaftlicher Vereine bei. Inzwischen ist der Museums-Neubau an der Viktoria- Allee mächtig in die Höhe gewachsen. Trotz des über vier Wochen dauernden Maurerausstandes in den Monaten Juli und August 1964 konnte der Baubetriebsplan soweit eingehalten werden, daß an den nördlichen und östlichen Längsflügeln, den nord- und südwestlichen Eckbauten und am westlichen Querstügel die Maurerarbeiten im Rohbau mit Ende des Berichtsjahres sertiggestellt waren. Im Ostflügel (Vorderbali) waren die nördlichen und südlichen Teile (Hörsaalbauten) bis zum Fußboden des II. Obergeschosses, der Mittelbau (Eingangshalle) bis zum Fußboden des. ersten Obergeschosses im Rohbau ausgeführt. Die Betondecken über dem I. und II- Obergeschoß waren im Nord-, Süd- und Westslügel fertiggestellt; im Ost- slügel dagegen nur die Decke über dem großen Hörsaal. Tie Dachzimmerarbeit war über dem nördlichen und südlichen Längsstügel sowie über dem Westslügel aufgeschla- gen und verschalte Die Dachdecker- und Spenglerarbeiten über dem westlichen Querflügel waren sertiggestellt; über dem südlichen und nördlichen Längsflügel wurde weiter gearbeitet. Tie Maurer- und Tetonarbeilen wurden wegen des strengen Frostes am 24. Dezember 1904 eingestellt.
Tie Se k t i o n ä r e waren unablässig mit der Ordnung und wissenschaftlichen Verwertung der vorhandenen Sammlungen und der neuvn Eingänge bemüht. Kustos Ta F. Römer hat neben seiner sonstigen umfangreichen Museumstätigkeit die vergleichend-anatomische Sammlung im Lause des Berichtsjahres durch Aufstellung zahlreicher Präparate wesentlich bereichert. Er hat außerdem an der Vervollständigung der Sammlung der mikrostopischen Präparate weiter gearbeitet und die im Vorjahr angelegte Unterrichtssammlung ergänzt, zu deren Unterhaltung der Gesellschaft von bem Vorstand der Georg und Franziska Speyerschen S tudien-Stiftung wiederum in hochherziger Weise ein Betrag von 3000 Mark überwiesen worden ist. Im Aufträge der Gesellschaft hat Dr. Römer in den Monaten Juli bis September aus den Mitteln der von Reinach-Stistung eine Sammelreise an die norwegische K ü st e unternom- men, durch die ein reiches Material an Fischen und niederen Tieren sowie an anatomischen Präparaten si'ir die neue Schau- und Unterrichtssammlung dem Museum zu- gesichrt worden ist.
Dr. I. Wilhelmi, der am 15. April 1904 die neu- geschaffene Stelle eines zoologischen Assistenten angetreten hat, war vorwiegend mit der Aufstellung brr. Krebse und anderer Gliedertiere für die neue Schausammlung beschäftigt.
Tie Konservatoren des Museums Adam und A u g u st Koch haben an der Herrichtung der Gruppen für die biologische Aufstellung eifrig gearbeitet. Ausgestopft wurden aus der deutschen Fauna: 5 Hirsche sein Sechsender, eine Hirschkuh mit einem etwa sieben Monate alten Kalb im Winterkleid und zwei Brunsthirsche, Zehnender), zwei Rehe (Rehgeiß mit halbwüchsigem Jungen im Winterkleid) und ein Dachs, sämtlich Geschenke von Mitgliedern der Gesellschaft. Ferner wurden aus- gestopst: Bisamkuh, Streifengnu, Zebra, gestreifte Hyäne, Gemsbock und Dingo sowie zahlreiche kleinere Säugetiere und Vögel.
Eine Schenkung von besonders hohem Werte, ist dem Museum von Frau Karoline Pfeiffer geb. Belli und Frau Anna Weise geb. Belli zu teil geworden, die hinterlassene reichhaltige Mineraliensammlung des am 10. März 1904 verstorbenen Dr. Ludwig Belli. Diese Sammlmtg enthält viele gute und mehrere sehr wertvolle Stufen, so eine ausgezeichnete Stufe mil kry- stallifiertem Gold aus Calisornien, vier P l a t i n st ü ck e im Gesamtgewicht von über. 600 Gramm, wovon das größte allein 390 Gramm schwer ist, gute Turmaline im Elbaner Granit, eine große Stufe mit etwa zwanzig wohlausgebildeten Mikroklinen .und mehreren Rauch ° Quarzen vom Pikes ° P.eak in Colorado, schönes Rotblei aus Tasmanien, einen Flüssigkeitsein- sckstuß in Quarz von Telkibarlya (Ungarn), der eine Libelle fast so groß wie eine kleine Bohne enthält, und mehrere kleine D i a m a n t - K r y st a l l e, von denen der eine im Blue ground (Kimberley) »ingewachsen ist. Dazu kommen nmih einige Meteoriten, Finmarken 950 Gramm, Phillips couniy 223.Gramm, Tolucatal 847 Gramm, Mocs 190 Gramm, die einen höchst erfreulichen Zuwachs der kleinen Meteoriten-Kollektion des Museums bilden. Das kostbarste Stück unter diesen Meteorsteinen ist ein P a l l a s i t (Olivin-Eisenmeteorit)! von Finmarken, der erst im Jahre 1902 gefunden wurde. Von ihm liegt eine augeschlifsene Platte vor, die eine Menge durch Nickeleisen verkittete, bis 2 Zentimeter im Durchmesser haltende Olivin - Fragmente führt. Eine weitere hochherzige Schenkung ist der inneren Ein-- richtung des neuenMuseums zugedacht, insofern als die hiesige Firma G. Hossmann, Kaiserstraße 39, sich bereit erklärt hat, sämtliche Waschtische und Tastelenanlagen für das neue Musemn kostenlos zu liefern.
l Ter von Reinach-Preis für die ausgezeichneteste Arbeit aus dem Gebiet der Geologie kam am 10. Januar 1904 zum viertenmal zur Verkeilung. Aus Dorsch'cm der Preiskommission, die aus den Herren Pvvf. O. B o e t t g e r, Prof. E. K a y s e r aus Marburg und Prof. F. K i n k e l i n zusammengesetzt gewesen ist, sind diesma' zwei Arbeiten, die in gleicher Weise hervorragende Beiträge zur Geologie der weiteren Umgebung Frankfurts liefern, mit dem aus 1000 Mark bestehenden Preise und zwar jede mit der Hälfte desselben gekrönt worden, die Arbeiten von
R. Delkeskamp, Assistent arn mineralogisch-geologischen Institut der Universität Gießen: „Die Genesis der Thermalquellen von Ems, Wiesbaden und Kreuznach und deren Beziehungen zu den Erzgängen des Taunus und der Pfalz", und
Ei necke, Bergreserendar in Halle a. S.: „Ist die durch Bauer und Wenkenbach bei Geisig, Weyer, Wellmich, Werlau und Peterswalde festgselegte südwestliche Fortsetzung des Holzappeler Gangzuges hauptsächlich dort zu suchen?"
Am 8. November 1904 waren 25 Jahre verflossen, seitdem Pros. Dr. H. Reichenbach seine ersprießliche Lehrtätigkeit in der Gesellschaft begonnen hat. Aus diesem Anlaß wies der I- Direktor zu Beginn der diesmaligen Wintervorlesung aus die groß e n B e r d i e-rrft e hin, die sich der Jubilar um dennaturwiß senschaftlichen Unterricht und um die He» bung des Interesses an den Naturwissenschaften in Frankfurt «erworben hat, während Se. Exzellenz Wirklicher Geheimrat Profesior Dr. Schmidt-Metzler die Glückwünsche der Dr. Senckem j bergischen Stiftungs-Administration überbrachte, i Am 18. Dezember fand in feierlicher Weise die Ueber- ! gäbe der Marntorbüste des am 25. April 1903 verstor-, benen langjährigen I. Direktors der Gesellschaft I. B l u m statt, die von Freunden und Schülern des Entschlafenen gestiftet worden ist- Pros. Dr. M. Möbius hwlt tws . Gedächtnisrede-