mum bei den Aleuten ist durch dasselbe Wind­system charakterisiert,; im Sommer hat es sich alter nach dem Ochotskischen Meere verschoben.

Im Gegensätze zu diesen mehr oder weniger unveränderlichen Windsysteinen stellt das halb­jährig wechselnde des nördlichen Indischen Ozeans.

Wie oben angegeben, liegt im Sommer das Minimum der grossen asiatischen Meiobare nörd­lich vom Himalayagebirge über der Mongolei, während die siidhemisphärische Pleiobare nördlich den Aequator überschreitet. Es liegt also im j ganzen Süden vom Himalaya bis weit in den ' Ozean hinein höherer Luftdruck, und von diesem aus strömt die Luft in der ganzen mächtigen Breite des nördlichen Teiles des Indischen Ozeans gegen das Hochgebirge hin und zwar wegen der Rechtsablenkung aus SW. j

Mit Beginn des Herbstes und Winters ändert , sich nun langsam die Druckverteilung und nun ist der ganze asiatische Kontinent in die grosse Pleiobare aufgenommen, deren Maximum über Ost­sibirien verharrt. Heber dem Indischen Meere befindet sich jetzt geringerer Druck und es strömt I nun die kühle Luft des Nordens wieder in mäch­tiger Breite diesem und dem Aequatorminimum zu und zwar aus NO.

1 )iese beiden weit verbreiteten Strömungen sind wahre Passatwinde, die aber halbjährig wechseln. | Sie heissen in Ostindien Mons un e und man j unterscheidet also den SW-Monsun vom NO- | Monsun. Die Hebergänge vom einen zum andern dieser Windsysteme bilden wochenlange Wind- ; stillen im April und Oktober und während dieser Windstillen treten häufig schwere Gewitter und Orkane auf, die durch die vom Wasserdampf ge­triebenen aufsteigenden Luftströme hervorgebracht weiden.

Hebrigens werden die Monsune auch in China und Japan wahrgenommen, nur haben sie dort im Sommer eine südliche bis östliche und im Winter eine nordwestliche Richtung, ganz der Lage des stationären Minimums bezw. Maximums ; entsprechend. j

Wie ich schon früher angedeutet habe, ist die Luftdruckverteilung auf der Südhalbkugel ganz ähnlich der auf der nördlichen, nur haben die Winde der sämtlichen Maxima und Minima ' wegen der Linksablenkung den entgegen­gesetzten Sinn ihrer Richtungen. So entspricht j dem NO-Passat der nördlichen Halbkugel der SO- i Passat der südlichen, und der letztere weht im , südlichen Teile des Indischen Ozeans auch dann fort, wenn im nördlichen der SW-Monsnn zur Herrschaft gelangt ist.

Bemerkenswert ist, dass der Aequator nicht die i Scheidungslinie der beiden Passate bildet. Auf dem Atlantischen, wie auf dem Stillen Ozean überschreitet der SO-Passat den Aequator während des nordhemisphärischen Sommers um 5 bis 10 Breitengrade; im Winter ist der Betrag geringer. Sodann stellt sich zwischen den beiden Passaten,

unregelmässig verteilt, das Aequatorminimum dar, Gebiete mit normalem oder etwas unternormalem Druck, wo, wie bereits erwähnt, meist Windstille herrscht, die sogen. Halmen. Diese Halmen des Aequatorminimums sind die Entstehungsgebiete der nicht seltenen furchtbaren tropischen Orkane, jener Drehstürme oder (Zyklonen, die auf dem atlantischen Ozean ihren Weg nach Westindier, und den Südstaaten von Nordamerika nehmen, hier umbiegen und dem Golfstrom folgend, ver­schwinden. Diesen atlantischen Tornados ent­sprechen nach Ursprung und Zugrichtung die Teifune des Stillen Ozeans in den japanischen und / / z wf -,chinesischen Gewäs­sern. -- Die neben­stehende Fig. 3 giebt ein Bild von der Be-

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gegnungsstelle der

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beiden Passatströmungen.

Die bisherigen Erörterungen über die allgemeine Luftdruckverteilung auf der Erdoberfläche haben gezeigt, wie die aus dem obern Aequatorialstrom niedersinkenden Luftmassen an den Orten ihrer stärksten Anhäufung inselförmige Gebiete ein­nehmen, welche rings um die Erde parallel mit den Breitengraden verteilt sind und wie diese Gebiete sowohl, als auch die ihnen entsprechenden j; y Niederdruckgebiete, über welchen der Aequatorial­strom keine Stauung erfährt und nicht, oder nicht er­heblich niedersinkt, ihre scharf charakterisierten Windsysteme erzeugen. Zur Vervollständigung der An­schauung des ganzen Zirku­lationsvorganges möge noch Figur 4 dienen.

Ich gehe über zu denjenigen Druck- und Wind­systemen, die von der Gegend aus, in der sie ent­standen sind, in mehr oder weniger weite Fernen fortwandern.

Man hat dabei, wie bei den stationären Systemen, Maxima und Minima des Luftdrucks zu unter­scheiden. Von besonderem Interesse wegen ihrer mechanischen Wirkungen sind die Minima. Ihre Entstehung ist überall da zu suchen, wo der Luft­druck auf oder unter dem normalen Betrage von 760 mm zu verharren pflegt, wo dieser im allge­meinen verminderte Druck auf grösseren Gebieten eine sehr gleichmässige Verteilung hat, die Winde daher überall schwach sind und wo endlich die Luft entweder durch hohe Wärme ausgedehnt oder durch sehr reichliche Feuchtigkeit Neigung gewinnt, in die Höhe zu steigen; durch letztere beiden Bedingungen entstehen lokale Gradienten, die unter Umständen sehr steil sein können und Sturm erzeugen. Die Entstehung der wandernden Minima ist also zu suchen in den grossen Gebieten der Meiobaren der gemässigten Zone und in den stationären oder veränderlichen Gebieten der Halmen in der heissen Zone. Innerhalb der Passat­windgebiete kommen sie nicht vor. Wie ihre