habe erhalten können, sind Attacus Jacobaeae, Automeris Coresus, Automeris viridescens, Eudaria yenata, AI iniallo despecta und Daritis sacrifica. Leider konnte ich diese Eier zur Züchtung' meist nicht verwenden, da die ausgeschliipften Raupen durchweg zu kränkeln anfingen und nach und nach zu Grunde gingen Alit jungen Kaupen, die ich im Freien fand, hatte ich mehr Gluck, ich erzielte mit ihnen erfreuliche Resultate.
Bei Pseudosarbia Phoenicicola fallen die ausser- gewöhnlich grossen Eier des verhältnismässig kleinen Schmetterlings auf. Diese Eier fand ich an einer Palmenart und hoffte, sie zum Züchten verwenden zu können, leider ohne Erfolg, obwohl ich ca. SO Stück derselben mitgenommen hatte. Daher gedachte ich, die Kaupen selbst, die sich unterdessen an dieser Palme entwickelt hatten, zu benutzen. Nach ca. 3 Wochen suchte ich den Fundort wieder auf und fand eine ziemliche Anzahl schon ausgewachsener Kaupen vor. Einen grossen Teil derselben präparierte ich sofort und versuchte mit. den übrigen mein Glück im Züchten; es gelang mir auch, dieselben zur Verpuppung zu bringen und Schmetterlinge zu erhalten. Später holte ich mir von derselben Fundstelle auch noch Puppen, welche ich dann zu Hause ausschlüpfen liess. Sehr oft erhielt ich zahlreiche Männchen und nur wenige Weibchen, doch trat auch der umgekehrte Fall ein, infolgedessen ich nur eine geringe Anzahl vollständiger Biologieen an fertigen konnte. Von wenigstens 15 Arten vermochte ich überhaupt keine vollständige Biologie zu erhalten, wozu u. a. die Schlupfwespen sein' viel Schuld trugen. Besonders die Kaupen von Plilege- thontius Gestri, in geringerem Masse von Philampelus Labruscae erwiesen sich nur zu häufig als diesen Feinden verfallen. In den Fläschchen befinden sich die Larven von 1 Art Schlupfwespen, auf den Kaupen selbst deren C'ocons. Sehr oft brachte ich von meinen Touren schöne, grosse Kaupen mit nach Haus, musste aber leider vielfach schon am folgenden Tage bemerken, dass ein grosser Teil durch diese Wespen für die Züchterei unbrauchbar gemacht worden war.
Etwas über Witterungskunde.
(Original-Artikel.)
Von F. Böcker, Ordentlichem Mitglied der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft.
(Fortsetzung.)
Wir wollen jetzt die Luftbewegungen in den unteren Teilen der Atmosphäre betrachten, welche mit den stationären Gebieten hohen und niedern Druckes im Zusammenhang stehen; das sind die stationären und periodischen Windsysteme, worauf dann die Beschreibung der wandernden, nicht periodischen, unregelmässig auftretenden Windsysteme folgen soll.
Wir wollen als Beispiel das Luftdruckmaximum der Rossbreiten auf dem Atlantischen Meere zwischen dem 30. und 40. Grade ins Auge fassen.
Es wird hier die angehäufte Luft nach dem oben erwähnten Gesetze vom Rande dieses Staugebietes aus überall dahin abfliessen, wo der Luftdruck geringer ist, also nach Süden, Westen, Norden und Osten. Aber die Richtungen dieser Aus- strömungswinde bleiben auf grössere Entfernungen hin nicht geradlinig, sie krümmen sich: die Strömungen werden durch die Erdrotation abgelenkt. Denken wir uns nämlich ein von Norden her kommendes Luftteilchen auf seinem Wege nach Süden, so besitzt es anfänglich die geringere Rotationsgeschwindigkeit der nördlichen und gelangt allmählich in Gegenden
Östliche Richtung
In grossen
Breitengrade ...... ................ ...
mit grösserer Rotationsgeschwindigkeit; die Erde dreht sich von W nacliO unter ihm hinweg. Das Luftteilchen erhält eine nordöstliche Wendung. Umgekehrt wird ein Luftteilchen, welches von S nach N wandert, eine südwestliche Wendung annehmen, weil es der geringeren Rotationsgeschwindigkeit der nördlicheren Gegenden mit seiner grösseren südlichen vor eilt. Die Grösse der Ablenkung wächst nun mit der geographischen Breite und auf den Windkarten sieht man, dass die an der Nordseite des Rossbreitenmaximums ausströmenden Winde im Sommer, wenn dasselbe ziemlich weit nachN verschoben ist, eine vollkommen westliche Richtung angenommen haben, während der nach S abströmende Passatwind seine nord- beibehalten hat.
Höhen wird die Rechtsablenkung je weiter nach N immer grösser und in unseren Breiten schon zeigen die feinen im oberen Aequa- torialstrom schwimmenden Federwölkchen oft eine völlig nordwestliche Richtung dieses Oberwindes an, zum Teil eine Folge der mit der Höhe abnehmenden Reibungswiderstände, was auch die grosse Geschwindigkeit des obern Stromes erklärt.
Die Figur 1 stellt in dem schraffierten F
Teil die Fläche des A-o. in Rede stehenden subtropischen Maximums dar, während die Pfeile die Windrichtungen angeben.
— Ganz ebenso sind die Windverhältnisse bei dem Maximum auf dem nördlichen Stillen Ozean; auch hier weht der NO-Passat aus dem südlichen und östlichen Teile des Hochdruckgebiets zum Aequator, während im Norden westliche Winde vorherrschen. —
Wenden wir uns nun zu dem Minimum der nordischen Meiobare beilsland, so finden wir hier das umgekehrte Windsystem. Von allen Seiten her strömt die Luft nach dem Orte des
tiefsten Druckes; die einströmenden Winde werden auch hier wieder durch die Erdrotation abgelenkt und es ergiebt sich das Windsystem, wie es in Fig. '1 dargestellt ist. Das Mini-
HO-7z f s,+.
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