verschulde. Deramtsmüde" Vorstand ließ sich schließlich zum Bleiben bewegen.

immer nicht zum Besten zu stehen; 'so liegen z. B, jetzt von 78 Kranken, die im städtischen Hospital unterge-

Aufopferung würdig befundenes Ziel glüht. Das Sammeln, das Ordnen, das Aufstellen nebenbei auch ein Tauschverkehr mit allen berühmtesten Museen der Wett, welchen ebenfalls , Cretzschmar durchführte, ja auch die Herausgabe von Veröffent­lichungen über die neuentdeckten Thiergattungen das Alles konnte allein nicht genügen. Den gesammelten ohne Leben da­stehenden Schätzen mußte Leben verliehen werden durch geistvolle Vorträge. H"r gerade entwickelte Cretzschmar feine erstaunliche Veranlagung. Zahlreiche Schüler hingen an feinem beredten Munde, fchöpften höhere Gedanken aus feinen stets weihevollen,

? ur Andacht zwingenden Darlegungen. Cs war ein große, egensreiche Zeit, während Cretzschmar durch seine Lehrthätigkeit das rasch wachsende Museum belebte!

Ich eile zum Schlüsse, um zu sagen, daß Cretzschmar, zum Lohne und Hohne für die Reinheit und Selbstlosigkeit feines Strebens, durch schwere Kränkungen verfolgt, gequält, aufge­rieben wurde, bis er im Jahre 1840 sein ehrenvolles Amt, zwar mit fleckenlos reingewaschener Ehre, aber mit der Kraftlosigkeit eines geknickten Rohres, niederlegte. Dann siechte er noch einige Jahre am !t. Mai 1845 brach sein Herz. Es warzu­fällig" in der Stunde, wo nach eingeführter Uebung die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft auf dem alten Oberforsthause unter dem jungen Laube im scheibengeschnnicktcn Saale ihr stets so reizvolles Maifest feierte. Unvergeßliche Feste! wo man zu reinster Weihe sich erhob, wo die Liebe zur Heimath und zur Wissenschaftder Freundschaft und der Liebe Band" knüpfte und man in beglückendem Gemcingefühle nach G. Friederichs Dichtung singen konnte:

Tüo Väter mild und redlich walten.

Da weilt der Bürger froh und gern:

G ott wolle Frankfurt frei erhalten.

Mit dem unvergeßlich »Fritz", den pflegte) füllten Ä

und gedachten

Er abe Zum s

enn Freiheit ist des Bürgers Stern!" alten Stiebet" (Salomon" Sticbel, dem beliebten Vater des jetzt auch silberhaarigen der Alte stets alsDu, Kleiner" anzureden wir

ie Pokale mit goldenem Wein

Feiernd den Schöpfer durch Glücklichsein!"

des großen Stifters Senckenberg, abermals Friederich's Li:d:

Der i srühling erwacht, es schlingen die Blüihen Sich bi iftenb und hold um des Trefflichen Grab; , r blickt freundlich von schönem Sterne rahlenden Bau seines Lebens herab." a -

mit

Diese Worte gelten jetzt auch dem trefflichen Cretzschmar.' Auch Senckenberg hatte, wie man weiß, die bittersten Kränkungen erlitten; sie sind gesühnt. Auch die Leser würden versöhnt sein, wollte ich erzählen, welch treue Dankbarkeit bem Schöpfer der Naturforschenden Gesellschaft und ihres Museums noch gegenwärtig in solchen Herzen lebt, welche sich der von ihm empfangenen Wohlthaten erinnern, wollte ich vollendscherichten, aus welchen Mitteln das schöne Marmorbild gestiftet ist, welches im Museum sein edles Angesicht uns vergegenwärtigt. Aber, hierüber zu reden, kommt erst später die rechte Zeit, wo es ohnet Verletzung für das Zartgefühl dankbarer Seelen geschehen kann, besonders eines Mannesaus dem Volke", welcher sich selbst neben dem hochgelehrten Wohlthäter von Tausenden dieewige Ehrenmitgliedschaft" in der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft gesichert hat!

Kleines Feuilleton.

Frankfurt a. M., 2. Mai.

sDer Erfinder des Vcsiemer - Verfahrens.) Wir

lesen in der Chemiker-Zeitung: I. D. Werks hatte auf dem Pitts­burg Meeting des Amerik. Inst, of Min. Engineers die Priorität der Erfindung des B e s s e m e r -Verfahren? für den Amerikaner K e l l y in Anspruch genommen. Dieser Darstellung tritt Sir H. B e s s e m e r in einer Zuschrift an den Engineering mit voller Schärfe entgegen. Im Jahre 1856, in welchem Bessemer im November sein Verfahren in den Vereinigten Staaten patentirt wurde, benutzte Kelly nach Aussage eines Augenzeugen einenfixed Converter; das so bezeichnete Schmelzgefäß war ein mit feuerfesten Steinen gefütterter Kesselboden, der 500 Pfd. sengl.) Charge faßte. Er wurde auf einem Wägelchen vor den Hochofen gefahren und Kelly ließ auf das Metallbad Wind aus einem Gasrohr der Hoch- oseugcbläsemaschine von oben her in e i n e m Strahle wirken. Im Jahre 1858 wandte Kelly in Verletzung desBessemer'schen Patentes den beweglichen Converter an. Da jede Angabe von Kelly über Entleerung der Charge, Schmelzgrad. Kohlenstvffgehalt und weitere Verarbeitung fehlt, so bestreitet Bessemer, daß durch Kelly's Ver­fahren jenials homogenes schmiedbares Eisen oder nur ein einziger Jngot erzeugt worden fei; ferner habe die Leitung des Windes in einem Strahl auf das Bad nicht die geringste Aehnlichkeit mit seinem Verfahren. Jede Publikation der Kelly'scheu Versuche fehlt. Bessemer erwähnt zum Schluß die mannigfachen Neuerungen, die erforderlich waren, um seinen Gedanken:die Entkohlung durch - einen fein verzweigten durch das Bad aufsteigenden Luft­strom mit ungeahnter Schnelligkeit zu bewirken" wirksam in die Praxis zu übertragen.

nordamerikanischen Provenienzen, die Absatzgebiete haben sich nicht verändert. Das Geschält in R eggen war nicht von großer Ausdehnung; es ist aullallend, wie sehr der Absatz in dieser Fruchtgattung ständig abnimmt. Versorgt wurden wir von Südrußland und Rumänien, in letzter Zeit kam auch wieder etwas von Nordrußiand (Reval) und_ von Amerika. Für Brauergerste zeigte sich wieder etwas Nachfrage; die Vorräthe darin sind aber schon sehr gelichtet, so daß der Begehr nur theilweise befriedigt werden konnte. Auch Futter- gerate ist knapp und die Preise werden behauptet. Für Hafer bestand anhaltend lebhafter Begehr, da die inländischen Vorräthe fast gänzlich aufgebraucht sind. Es fanden große Umsätze in russischem Hafer statt, auch von der Türkei und Nordamerika wurde Einiges bezogen. Der Absatz in Mais hat gegen die Vormonate wesent­lich nachgelassen; die Preise haben sich neuerdings ab­geschwächt. Die Zufuhren bestanden größtentheils aus' Laplata-Mais. Das amerikanische Erzeugniß war theurer und daher weniger konkurrenzfähig.

* Tom Liverpooler Baumwollmarkt schreibt man uns 1. d. M.:Sowohl Hinsichtlich des Umfanges des Geschäftes als des Charakters desselben war der hie­sige Markt in der ablaufenden Woche still. Die Spinner kaufen gegenwärtig nur für den augenblicklichen Bedarf, da einestheils keine ungünstigen Nachrichten über den Stand der kommenden Ernte vorliegen und anderntheils die Preise für Terminpositionen niedriger bleiben, als jene im Platzgeschätt. Andererseits scheint die Rücksicht auf die stetig stärker werdende statistische Position ein ernstliches Weichen der Tendenz zu verhindern; in der­selben Richtung wirkt die Möglichkeit demnäebstiger un­günstiger Nachrichten betreffend die neue Ernte. Im Ganzen ist daher die Stimmung unentschieden, indeß er­

wartet man. daß der bald fällige Frühjahrsbericht des landwirthscnaftlichen Bureaus in Washington der Tendenz

eine bestimmtere Richtung geben wird. Im Vergleich zur Vorwoche sind amerikanische Sorten am Platze unverändert, während Terminpreise eher matter liegen. In Brasilianern war das Geschäft still und die No- tirungen sind knapp behauptet. Egypter sind besser gefragt und fester. Für Ostindier war die Nachfrage

mäßi? nnH Dhollpra ict 1 /ia rl rpHi-mrf

mäßig und Dhollera ist J /i6 d. reduzirt.

Die Zufuhr betrug 52,204 Ballen, wovon 38,899 amerika­nischer, 765 brasilianischer. 2931 egyptischer, westindi­scher und 9609 ostindischer Baumwolle. Der Umsatz am Platze belief sich auf 49,210 Ballen. Spinner entnahmen (einschl. der direkt bezogenen) 64,466. Wirkliche Ausfuhr 6690. Der Vorrath am Platze stellt sich nunmehr auf 1,142,400 gegen 1,675,930 in der entsprechenden Woche des Vorjahres, davon sind amerikanisch 971,720 gegen 1,665,460, ostindisch 48,160 gegen 6760. Schwimmend sind an amerikanischer Baumwolle für Liverpool 95,000 gegen 140,000, für den Kon tinent 180,000 gegen 290,000. Der gesammte sichtbare Vor-

93,000 B. z. Z. 1892 seit 1, Januar 1,184,000 B. (814,000 M nach England diese Woche B. (1000 B.), seit 1. Jan,} (5000 B.), Wochenverschiffungen nach Frankreich E,, nach dem übrigen Knntinent 18,000 B. (39,000 B.), seit l.'jf

demselben 372,000 B. (212,000 BJ, an Schitfsbord 40,000 B. (»a Cours auf London ls 244a, auf Paris Credits 1 jrr Ljverp ' '

L/Oul S üui j-iuiitiuix j.ö itui x aria 1 Jir.B jyi

Fracht per Dampfer nach Liverpool 10sd, nach Havr« -o 1 Markt ruhig mit nur massiger Frap. fröffnete

8 Lyon, 30. April. (Originla-Woehenberieht der Fran|896/97 Seidenstoffe. Der Hauptverkehr beschränkte sich auch iS n 1 r i ] Woche wieder auf Satin Duchesse schwarz und farbig. I# u 1 'T und Merveilleux wird gleichfalls gut gearbeitet. Die FabriaJ efelil CT) 0 f ziemlich bedeutende Herbstaufträge, zumeist von PariserP ', i».. und in den folgenden Artikeln: Damas schwarz und lulllll sUt reicher und mittlerer Waare, sodann' Moire antiqne undMhre bi? desgleichen reiche Imprime. Für am Faden gefärbte Begef r r.

Stoffe zeigt sich mehr Interesse und hofft man auf eine alle, f0 jl Wiederaufnahme dieses Artikels Taffetas schwarz et j.pppsfsin wieder besser begehrt und ersehnt theilweise die bedrnc! -TPeiueiii webe in der Fabrik. Für den übe seeischen Export verbli ifotjcfjutl Verkehr in Brocatelles, Satin uni und rave und faconnirk , <

Metalle und Mineralien. HoftlicHer Rotterdam, 1. Mai. Ablieferungen von Banca-Zinn c jn b£11 der Niederländischen Handels-Gesellschaft während desiLr,

22,422 Bl. gegen 18.749 Bl. z. Z. v. J. Heutiger Zettelvorra Ü 11 £J It 6 Bl. gegen 31,500 Bi. v. J. Unverkaufter Vorrath 181,200 B nvhrrtp 177,200 Blöcke in 1895. Schwimmend heute Bl. gea< , u in der gleichen Periode 1895. Billiton-Zinn. Ablieferungen iifefferI 8400 Bl. gegen 6233 Bl. z. Z. 1895. Zettelvorrath hier und s

sterdam 78,808 Bl. gegen 49,727 Bl. in 1895. Segelnd 35,8401 n 13011 0 33,300 Bl. z. Z. 1895. ijrj (f ft

Glasgow, 1. Mai. Die Vorräthe von Roheisen in de . V,,. belaufen sich auf 356,095 To. gegen 283,518 To. im vorige relWlttlst Zahl der im Betrieb befindlichen Hochöfen 81 gegen 75imV,.f;»n,o ' Viehmärkte.

§ Husum, 30. April. Zutrieb 4475 Stück Hornvieh si 5 ID B ft |t Schafe und Lämmer. Der Handel war bei vorwöchentliche) langsam. Bezahlt wurde für beste 2)43jährige Tondernscl x 1 1 0 \ U ochsen Jk 300410, für 1342jährige do. M 250300, für Ji Ü0Z Be Jk 200300 das Stiibk, für Weidekühe Jk 200260, däniscl .

Jk 180240, Kalbkühe Jk 290420 das Stück. Jungvieh begi aeNNIf je nach Qualität zu ganz verschiedenen Preisen gehandi

Schafhandel verlief trage. Schafe mit 2 Lämmern bedaas _ kr il 9^HD TiHmmov J£ {^12 da®

-55, jährige Schafe Jk 2530, Lämmer stand in Kühen und Schafen.

Der Bo

'Verloosungen.

wutsche |.2<3. iib an bi Henckenbei

Bayerische 10© Thlr.-Loose vom Jahre lS6f

ung am 1. Mai. Auszahlung am 1. Juni 1896. Au« bereits mitgetheilten Hauptpreisen wurden noch folgend " > mern mit je 1200 M. gezogen: Nr. 415 439 3943 63t Vera 7363 14395 14396 14397 15031 15301 15339 15513 Am Vec 15538 17377 20003 20046 21070 21438 22367 22381 x jW 23629 28904 23907 23945 27054 31384 31955 31966 33774 37337 37345 38962 38968 41010 41047 5085C;'

56270 56282 56293 57753 71068 71074 71449 75135VP 11 ^ 84755 84793 93427 94703 94734 103553 103592 Vösfentll, 104412 109364 109379 111159 111195 112323 114662 j et n Bes,

121477'121494 126005 130874 133434 133646^12^ 138069 138078 138088 146712 147768 14!

55975 157666.

Äusterdem über die sch ende C 1896. C3