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Naturwissenschaftliche Wochenschrift.
XL Nr. 51.
die nackte Thatsache der Verificirung zu finden ist, so bleibt unverständlich, was der Hinweis bezweckt. Es sei mir deshalb gestattet, meine abweichende Ansicht mit den vorhandenen Belegen zu begründen, damit der Irrthum beseitigt werde, als handle es sich hier um ein blosses Leugnen, aber auch der andere Irrthum, als könnten die Herren Weinek und Gaudibert ein reelles Object gesehen haben! Ich erspare mir, auf die vielfachen Zufälle einzugehen, die in der photographischen Schichte kraterähnliche Bildungen erzeugen können, will auch nur andeuten, dass der Schluss auf Reellität auch dann noch nicht zwingend sein muss, wenn ein solches Object sich auf zwei Platten fände!
Ehe ich zu den Beobachtungen selbst übergehe, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass die von mir und den
anderen citirten Beobachtern benützten Instrumente nach Ausweis ihrer Leistungen — der 5 Zoller ausgenommen — ohne Zweifel in optischer Hinsicht besser sind als der lOzöllige Reflector Gaudibert’s, welcher Beobachter zudem nach eigener mehrfacher Schilderung nur unter den misslichsten Umständen und in der beschränktesten Umgebung thätig sein kann. Vor allem aber beruht die optische Verificirung nur auf einer einzigen, in jeder Beziehung isolirten Wahrnehmung! Dazu berichtet Herr Prof. Prinz, die Objecte seien auf keiner einzigen seiner Mondplatten zu erkennen. Auf meine Bitte hin haben eine Reihe Sternwarten d beobachten wollen; nur von fünf Seiten jedoch konnte der ungünstigen Witterung wegen die Beobachtung ausgeführt werden.
Name
Tag
Objectiv-
Oeffnung
1
Luft
Vergr.
Entfernung der Lichtgrenze West Oet
J. Krieger
4. IX. 93
10"
3
175
4°,5
L. Brenner
3. VII. 95
7
21°,6
31. VII. 95
7
3,8
30. VIII. 95
7
10, .3
28. IX. 95
7
4, 1
29. IX. 95
7
16, 3
30. IX. 95
7
28, 5
12. X. 95
7
3
200
0,7
Dr. Kobold
15. VII. 95
18
2-3
8, 5
Prof. Thury
12. X. 95
lö'/u
2
308
1,7
K. Glitscher
12. X. 95
5V.
1,7
Dr. Knopf
28. IX. 95
7
J 130, >240, 300
4,(0
24. III. 96
7
10, 3
JJ
22. IV. 96
7
-
-
4,0
Ph. Fauth
15. II. 95
6'/a"
1-2
210
8°,0
„
17. HI. 94
1—2
210
13, 3
18. III. 94
2-1
210
29,0
17. IV. 94
2—1
210
33, 8
14. V. 94
2-1
210
3,4
16. VI. 95
2-3
160, 270
2°,5
28. IX. 95
)
r
6,0
„
29. IX. 95
1-2
160 {
17,0
„
30. IX. 95
J
l
29,4
30. X. 95
1-2
160
35, 0
26. XI. 95
2-1
160, 210
>. 1
14,5
27. XI. 95
1
210
„
10. XII. 95
2
160
3, 2
23. II. 96
1-2
160
6,0
"
24. HI. 96
"
1—2
270
9, 8
25. III. 96
2—1
210
22, 5
22. VI. 96
7"
1
176
30,0
2. VIII. 96
7
1—2
344
10, 0
17. IX. 96
7
2
176, 233
12, 3
28. IX. 96
7
1 (1-2)
233
32,0
„
22. XI. 96
7
2-1
233
28, 8
Bemerkungen.
Keine novae, aber andere neue Krater!
Jje eine „Wallnase“ im 8 und N.
„Wallnase“ im 8.
„ „ und helles Fleckchen im N.
» -- n ff »
Fauths Detail bestätigt; im NO helles Fleckchen.
Dr. Kobold: „Ich glaube, ich hätte a sehen müssen, wenn er bei dieser Beleuchtung überhaupt erkennbar ist; ich habe den Kraterwall rings ohne irgend welche Unregelmässigkeit gesehen.“
Prof. Thury: „Man unterschied durchaus keinen Schatten, der für einen Krater charakteristisch gewesen wäre, den aber allenfalls der Zustand des Himmels nicht zu sehen erlaubt hätte.“
„Keine Spur“ von Kraterchen!
jür. Knopf: „Bei 150, 240, 300 f. V. habe ich neben d Riph.
I nichts sehen können.“ (Die andern Daten dto.)
Zeichnung der Riph. mit d.
Neuaufnahme mit d.
Keine novae gesehen.
„ „ , aber schwache Bodenwelle.
„ , aber 1 Kraterchen bei Riph. a (westlich davon).
n „ n r* n n n n n
Wie gestern, ferner heller Fleck östlich.
Wie am 30. IX 95. Der Fleck ist Hügelabhang, d mit Bodenwelle nach N; a mit zwei nahen Kraterchen. d völlig ohne Kraterchen, a mit den 2 bekannten.
Nichts neues zu bemerken.
d mit dem hellen Fleck (Brenner); a mit den 2 Kratern.
Bei d sehe ich trotz aller Bemühung keine Spur von Kraterchen, bei a aber sogar Spuren eines 3. Nachbarkraters, wie früher zwei Krater.
d ohne jede Kraterspur; a mit 2 oder 3 Kratern, d ohne Krater; a mit 2 Kratern, d ohne eine Spur von Kratern, d mit 2 sehr feinen Bodenwellen, N und 8.
Der Wall von d wie auf der Drehbank abgedreht.
Von den Parasiten keine Spur.
Es ist eine sehr bemerkenswerthe Thatsache, dass 35 zum Theil vorzügliche Gelegenheiten bei allen möglichen Sonnenständen zu einem völlig negativen Resultate führen. Auch Herr Gaudibert dürfte sich dieser Erkenntniss und den Conse- quenzen daraus nicht weiter verschliessen. Da selbst die Libration auf die Darstellung des Details in 26° Länge verschwindend geringen Einfluss hat, so ist wohl anzunehmen, dass die fraglichen Objecte überhaupt nicht existiren und die Photographie irregeführt hat, wie schon oft! Es sei demgegenüber auch an dieser Stelle betont, dass dieselbe im allgemeinen von unschätzbarem Werthe ist, aber im feinsten Detail regelmässig- versagt. Die Nutzanwendung ergiebt sich von selbst.
Sollte ich noch einen Nachweis erbringen dürfen, dass es mir entgegen der Meinung Gaudiberts und der Red. des Sirius einzig um die Feststellung der Wahrheit zu thun ist, ohne jede gegen Personen etwa gerichtete Spitze, so sei es der, dass es mir bis Spätsommer 1896 gelungen ist, das Verzeichniss der von mir auf dem Monde selbstständig aufgefundenen und in neue, auf der Photographie basirende Karten eingetragenen Objecte, [Krater, Rillen, auch Berge] auf 3000 Nummern zu bringen. Die Details, welche sich schon auf Schmidt'» grosser Mondkarte finden, sind hierbei selbstredend nicht mitgezählt. Ph. Fauth in Landstuhl.
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Forschungi
2 Abbildungei togisckeo natui 1896, Band XIII Wir berichteter Saturwissenschaftli
I mm Eeisebericl j enthält. Nunmehr ' ictftliclien Reiseei irtritnnj des umf ii der sich eine § betheiligt, bringen felgende Arbeiten: 1, W. Küken: Yerf, macht hi md Ziel seiner Ee md giebt eine Zi welchen er geeamn Als Hanptaufgr «eichen Gebiet reichhaltiges und in
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