XII. Nr. 10.
Naturwissenschaftliche Wochcnschrilt.
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gewissen feierlichen Gelegenheiten werden die Schädel sogar gefüttert.
Ursprünglich wurden wahrscheinlich nur die Köpfe erschlagener Krieger genommen, später artete aber der Brauch aus, und auch die Köpfe wehrloser Weiber und Kinder gelten jetzt als Siegestrophäen. Dadurch wird die Kopfjagd zum Fluch Borneos und es ist freudig zu be- «n-üssen, dass die saravakische Regierung auch in dieser Hinsicht ihren Einfluss geltend gemacht hat.
Die Mureks sind erst vor wenigen Jahren in diesen
besonders die Kalabits, eingeschoben, leben aber merkwürdiger Weise mit dem schon vordem in diesem Gebiet wohnenden Stamm der Kenniahs in Eintracht.
Die Kayans sind im allgemeinen bei ihrem schönen Körperbau höchst sympathische Erscheinungen; der Körper ist nicht gross, aber von wundervollem Ebenmaass. Ihre Hautfarbe ist heller und gelblicher als die der malayischen Stämme Borneos, während die Dajaks eine viel braunere Farbe haben. Die Kajans haben weit mehr vorstehende Backenknochen, als die Dajaks, was ihnen mehr das
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Kay angrab am Baramüusse.
District eingewandert; sie stammen auch aus dem Innern, aus holländischem Gebiet. Vor 10 Jahren wurde ihr Dorf von ihren nördlichen Nachbarn, den Kenniahs, nächtlicherweise überfallen und ein grosser Tlieil der Bewohner niedergemetzelt. Die Entkommenen gründeten weiter nördlich am Baramflusse neue Niederlassungen. Die Mureks sind kräftig gewachsene, wohl aussehende Leute mit guten Umgangsformen. In der Sprache sind sie von den anderen borneonischen Stämmen durchaus verschieden, während dies von der Gesichtsbildung nicht zu sagen ist.
Die Kayans sind ein Volk, welches in vieler Hinsicht von den anderen Stämmen Borneos abweicht. Sie haben sich wie ein Keil zwischen die Stämme der Küste und des Innern,
Ansehen eines mongolischen als malayischen Stammes giebt. Auch sie haben wie die Daj iks und Longkiputs die Sitte angenommen, die Haare der Augenbrauen und Augenlider auszuzupfen, wodurch die dunkeln Augen grösser erscheinen. Dies geschieht einige Zeit vor der Verheirathung, meist im 15. Lebensjahre. Sie huldigen auch der Zahnverstümmelung. Die Bekleidung ist sehr gering, die Tättowirung aber weit verbreitet. Diese wird je nach dem Stande verschieden ausgeführt, feiner bei vornehmen Frauen, geringer bei gewöhnlichen. Das Verfahren ist sehr schmerzlich und nimmt lange Zeit in Anspruch, die Zeichen sind aber unauslöschlich. Viel weniger Tättowirung zeigen die Männer, auch nur auf der