Peritonealisieren der freigelegten, von der Pankreaskapsel entblößten und verletzten Drüsensubstanz durch Auf­steppen der benachbarten Serosafhiehen. Exakte Einnähung der peritonealisierten Kapselwände durch Nähte an das parietale Bauchfell erscheint zur Sicherung eines kompli­kationslosen Heilverlaufes unumgänglich. Der primäre Verschluß der Wunde wird heute bei Echinokokkusoperatio­nen von einem großen Teil erfahrener Operateure angestrebt und mit Erfolg ausgeiibt. Liegt die Gefahr des Nachsickerns gestauten Pankreassekretes wie in unserem Falle vor und ist zur Entfernung der Blase die Verletzung einer Schicht Drüsensubstanz unumgänglich gewesen, so wird man aber davon absehen, primär zu verschließen. Der sichere Weg der Drainage durch ein Rohr und feine Streifen verzögert den Heilverlauf kaum, setzt aber die Operationsgefahren erheblich herab. Von den wenigen der in der Literatur be­kannten primär verschlossenen P'ankreas-Echinokokkus- cysten scheint ein großer Teil nach Auftreten bedrohlicher Erscheinungen wieder eröffnet zu sein. Krylow ver­öffentlichte 1929 einen Fall von primärem Schluß der Bauch- wunde nach dieser Operation, der ohne Komplikationen heilte.

Der Verschluß des einmündenden Pankreasausführungs­ganges erfolgte durch Ligatur des freipräparierten Ganges mit nachfolgender dreifacher Ueberstülpung mit Kapsel­wand. Dadurch wurde diese gerafft. Der fnnendruck der Bauchhöhle sicherte den Verschluß des so versorgten Ganges durch weitere Verkleinerung des Hohlraumes, so daß die unangenehme Prankreasfistel vermieden wurde.

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