wird ein etwa l'A cm langer, in die Pankreassnbstanz füh­render Gang aus der hinteren Kapsel wand herauspräpariert, mit bindegewebiger Cystemvand überstülpt und dreifach übernäht (nach vorheriger Ligatur). Dadurch kommt einmal die recht erhebliche Sekretion von gestautem Pankreassaft in den Wirtsbalg hinein zum Stehen, andererseits wird die große, schüsselförmige Höhle, deren Wände nach Ablauf des Sekrets und Ausschwemmung der E-Blase näher aneinander­rücken, viel flacher. Die Ränder werden, soweit beim Oeff- ncn der Cyste Pankreasdrüsensubstanz freigelegt und ver­letzt wurde, durch herangezogenes kleines Netz, Duodenum und Ligamentum gastrocolicum peritonealisiert und dann erst durch enggelegte Knopfnähte fest an das Peritoneum parietale in die Schnittlinie sicher angehängt. Das Peritoneum und die übrigen Schichten der Bauchwunde wurden nach Einlage dreier Streifen und eines Drainrohres in die nun­mehr extraparitoneal gelagerte, geraffte und stark ver­kleinerte Kapsel in Schichten fest vernäht.

Die histologische Untersuchung des Operationspräparats durch das Pathologische Institut des Städtischen Kranken­hauses Mainz (Prosektor Dr. Heinrich Müller) ergab:

Es handelt sich um eine

Echinokokkenmembran mit zahlreichen Skolices.

Der Heilverlauf war komplikationslos. Am 28.12.28 (6 Tage nach der Operation) wurde angefangen, die Streifen zu entfernen.

9. 1. 29: Drain, welches wegen starker Sekretion nötig war, entfernt. Operationswunde bis auf Drainagestelle fest verheilt.

18.1.29: Mit vollständig geschlossener Wunde mit reiz­loser Narbe nach Hause entlassen.

Die nach 3 Jahren erfolgte Nachuntersuchung der Patientin ergab keinerlei Anhaltspunkte für das Bestehen eines Recidivs. Auch die Röntgenaufnahmen der Lungen zeigten keinen pathologischen Befund. Die Patientin hat inzwischen ein gesundes Kind zur Welt gebracht.

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