Ausstellung im Tolumbus- haus in Berlin:
„Frankfurt am Main, Stadt des deutschen Handwerks" Archiv: Verkehrs-u. Wirtschaftsamt
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Für Deutschland allein arbeitet dieses unvergleichliche Reisebüro, getreu dem Worte Goethes das den Besucher schon auf halber Treppe auf einer Leuchtwand empfing: „Wer Deutschland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder." Deutscher Landschaft und Eigenart dienten bisher auch die Ausstellungen, die der Verband allmonatlich in den Sälen neben der Auskunftshalle veranstaltete, als letzte eine Schau fränkischer Städte. Zum ersten Riale wurden für diesen November einer einzigen Stadt sämtliche Räume allein überlassen: Frankfurt. Schon über der Eingangshalle lud ein breites Schild zum unentgeltlichen Besuche der Ausstellung ein: „Frankfurt am Main, die Stadt des Deutschen Handwerks". In der Eingangshalle des Erdgeschosses geben drei von Hans Albrecht geschaffene Wandbilder der mittelalterlichen Stadt, der Mainansicht um 1815 und der Reichsautobahn nebeu einem gewaltigen Gemälde aus der Vogelschau, der Rhein-Main-Landschast von Philipp Diehl, den erdkundlichen und geschichtlischen Rahmen der Aufgabe. Auf der Treppe begleitet eine Kette von Großphotos den Besucher, meisterliche Aufnahmen von Bauten aus den verschiedenen Epochen der Frankfurter Geschichte. Vom Mittel- alter bis zur Neuzeit, in der Frankfurt vom Führer durch die Erhebung zur „Stadt des Deutschen Handwerks" besonders geehrt wurde. Den Treppenraum vor der Auskunftshalle füllt eine Sonderschau der Kurverwaltung von Bad Homburg, mit der die Stadt Frankfurt eug verbunden ist. Neben wundervollen Bildern der Badeanlagen und des Kurparks fesseln Darstellungen aus der fürstlichen Glanzzeit des Bades, so einer Zusammenkunft vieler europäischer Herrscher mit Kaiser Wilhelm I. in der Mitte. Einer Geburtstagsfeier Chulalongkorns I von Siam, zu der der König ganz Homburg eiugeladen hatte, und mancher farbige Stich aus jenen Tagen, da ein Dostojoweski, eine Adlina Patti in den Prunksälen des Kurhauses der Gebrüder Blanc auf die Roulettekugel starrten, bis 1867 der Preußische Staat als der neue Herr das Spiel verbot, und die Blancs es nach Monte Carlo verlegten.
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