Frankfurt gibt seine Besuchskarte in Berlin ab
Am Potsdamer Platz, mitten im Herzen Berlins, das heute eine größere Fläche als der Bodensee bedeckt, ist seit einigen Jahren das Eolumbushaus vor Anker gegangen, mit seinen gläsernen Stockwerken den stählernen Decks seines Ozeanbruders überraschend verwandt. An seinem Bug teilt sich gehorsam der tag-nächtliche Strom der bekannten Massenflut, die zur Leipziger Straße und zum Brandenburger Tor drängt, in der, trotz der Fülle der Gefährte, der Fußgänger die Hauptmasse bildet. Ter Bund Deutscher Verkehrsverbände und Bäder — seit dem 1. November 1935 in Reichsfremdenverkehrsverband umbenannt — konnte keine glücklichere Wahl für seine Auskunftsund Geschäftsräume treffen, als er den ersten Stock des Columbushauses mietete. Zwischen gelben Travertinwänden führt von einem lichten Vorhof im Erdgeschoß eine eigene breite Treppe hinauf, direkt hinein in die lichtdurchflntete Auskunftshalle von über 20 Metern Länge. Der Länge nach teilt eine Theke diesen Raum. Hinter ihr stehen — nach den deutschen Landschaften geordnet — in zahlreichen Ouergestellen die Werbeschriften aller deutscher Länder, Städte, Bäder, Kurorte und Sportplätze, jede Abteilung von einem landeskundigen Berater verwaltet, der kostenlos den Reiselustigeu Auskunft erteilt und gegen eine geringe Schutzgebühr, die das Verschleudern der wertvollen Hefte und Karten verhüten soll, jede gewünschte Werbeschrift verabfolgt. Ein noch vor einem Menschenalter fast unbekanntes Schrifttum breitet sich hier in Tausenden von inhaltlich und drucktechnisch vollendeten Faltblättern und Heften, oft schon in ansehnlichen Büchern aus, die über jeden Winkel des deutschen Vaterlandes ausgiebig unterrichten. An der gleichen Theke erhält man auch die Fahrkarten nach jeder deutschen Station.
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Ausstellung im Toturnbushaus in Vevlin: ,,Irandsurt am Main, Stadt des deutschen Handwerks"
Archiv: BerkchrS- und Wirtschaftsamt
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