So dürste denn wogt eine so reichgaltige flerzte-portrait-Sammlung, wie sie die frankfurter Senckenberg-Stiftung aufzuweisen gat, in keiner Stadt Deutschlands, vielleicht des ganzen Kontinents, zu finden sein. Ein Blick in üie Lüge eines großen Toten ist immer aufschlußreich. Es interessiert zu wissen: so also gat dieser oder sener flrzt oder forscher ausgesegen! Und wir dürfen uns wogl rügmen, daß immerhin eine große Lagt bedeutender Uöpfe im Laufe der fagrgunüerte in unserer Vaterstadt gewirkt und chres Geistes Spuren ginter- lassen fiat.
Die Vortrait-Sammlung, aus der leider nur eine fluswogl im Stadel zur Schau gestellt werden konnte, verdankt, wie schon gesagt, igre Entstellung einem Manne, dessen Stiftung vom fagre s?6Z von so weittragender Bedeutung für frankfurt werden sollte, daß ogne sie alle unsere genügen gelegnen Gesellschaften mitsamt unserer Universität gar nicht denkbar, gar nicht möglich wären. fogann Egristian Senckenberg war eine etwas schrullige Persönlichkeit, über deren Gebaren und eigenartigen Gang neben seinen Leitgenossen selbst ein Go et ge seine Glossen gemacht fiat. Dieser durch seine Stiftung zu göchster Bedeutung gelangte Mann war flrzt, war der Sogn eines flrztes und fiat in seinem Stiftungsdrief als Zweck seiner Stiftung niedergelegt, daß diese „zum Vesten des Vaterlandes zur Verbesserung des Medizinalwesens und Versorgung armer Uranker", um üie ja Staat und Stadt sich damals kaum demügt gaben, bestimmt sei. Besonderen Nachdruck gat er auch darauf gelegt, daß „alle flerzte der Stadt wenigstens einmal im Monat in einem Zimmer seiner Stiftung Zusammenkommen sollten, um gemeinschaftlich zu überlegen, was zur besseren Ausübung der Gesundgeitspstege und Versorgung armer Rranker erforderlich sein möchte, üdergaupt aber ein gutes vernegmen und Eintracht unter sich zu pflegen, damit der gemeinsame Nutzen durch Mißgelligkeit nicht getzinüert werde".
Die Senckenbergische Stiftung wollte aber nicht nur den Stand der Aerzte geben und igm eine Sonderstellung verschossen, sondern auch die freude an der Natur und an den verwandten Wissenschaften wecken. Umfaßte doch üie Stiftung neben einem ksospital eine flna-
Vas Stiftshaus I. C. Ssncbsnbergs
Photographie: C. F. Mglius Archiv: Stadtgeschichtliches Museum
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