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studierte Jurisprudenz, zeichnete sich aber auch schon in seinem 20. Lebensjahre durch die Kenntnis der äthiopischen Sprache aus. Von 1647—1651 bereiste er Frankreich, England und Italien, Holland, Schweden und Dänemark, und fand überall bei den ausgezeichnetsten Gelehrten die beste Aufnahme. Herzog Ernst von Sachsen berief ihn 1658 nach Gotha, sein Nachfolger Herzog Ferdinand ernannte ihn 1675 zum Kammerdirektor und 1686 zum Geheimen Rat.
Ludolf war wegen seiner wichtigen philologischen Publikationen oft und lange in Frankfurt und lebte zuletzt ganz hier. Er war zweimal mit Frankfurterinnen verheiratet. Die erste Frau war eine Tochter des Schöffen Johann Jacob Müller, die andere eine geborene von Lersner. Er starb hier 1704 und vermachte der Stadtbibliothek nicht nur einen großen Teil seiner Bibliothek und Handschriften, sondern auch einen großen Teil seiner gelehrten Korrespondenz, von über 1200 an ihn und von ihm an andere gerichteten Briefen, unter welchen sich u. a. 35 Originalbriefe von Leibnitz befinden.
Das vorzügliche Porträt, welches 1686 von dem berühmten, aus Osnabrück stammenden Londoner Porträtmaler Clostermann gemalt ist, erhielt Senckenberg von dem mit ihm befreundeten Baron He ekel, dem Mäcen des älteren Schütz, im Jahre 1749.
jnv.-N0.57. Das folgende Bild ist ein sehr schönes Porträt des Prädikanten Hartmann Beyer, welches der Tradition und einer handschriftlichen Bezeichnung auf dem Rücken nach, angeblich dessen Sohn, den Arzt Johann Hart mann Beyer, vorstellen sollte. Wenn schon die Tracht und ein Vergleich mit den v ‘ H Bildern, welche von beiden in unserer Stadt vorhanden sind,
'3 \ s °f 01 ’t die Unrichtigkeit jener überlieferten Angabe beweisen,
\ so giebt eine Signatur liuks oben, die nicht leicht zu übersehen
ist, das Jahr der Anfertigung des Bildes an. Es ist im Jahre 1567 gemalt, stellt also den Prädikanten im 51. Lebensjahr dar und dürfte, da Hartmann Beyer sich 1545 in Frankfurt niederließ, wohl hier entstanden sein.
mv.-No. 04 . Das nächste ist ein Doppelporträt des berühmten hiesigen Petschierstechers Johann Helfrich Riese und seiner Ehe- . frau Johanna Magdalena geb. von Groll. Es ist von der bekannten Künstlerin Anna Maria Braun im Jahre 1705