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Frankfurter Ärzte.

inv.-No. 17. Das älteste Porträt eines Frankfurter Arztes, welches die /Stiftung besitzt, ist das desJohannesSchroeder. Derselbe * war im Jahre 1600 zu SalzuSeln in Westfalen gehören, studierte an verschiedenen Universitäten Deutschlands, Frankreichs, Däne­marks und Italiens, trat nach seiner Promotion zu Caen in Frankreich als Militärarzt bei dem schwedischen Heere ein. Am 8. Dezember 1635 wurde er in Frankfurt als Arzt rezipiert, im Juni 1643 zum Physikus ernannt. 1658 wurde er Physicus primarius und starb hier am 1. Februar 1664.

Er war der Verfasser eines Lehrbuches der Arzneimittel­lehre, eines verdienstvollen, und wie die große Zahl der Auf­lagen und Übersetzungen in fremde Sprachen beweist, seiner Zeit sehr geschätzten Werkes.

Das Bild kaufte Senckenberg im März 1770 nach längeren Verhandlungen von dem Urenkel des Arztes, dem Notar Johann Philipp Christian Lang, für einen Conventionsthaler = 2 fl. 24 kr.

Es ist nach einer Signatur rechts oben im Jahre 1638 gemalt, also drei Jahre nach seiner Niederlassung in Frankfurt.

Es folgen weiterhin auf drei Porträts die Repräsentanten einer sehr angesehenen ärztlichen Familie Horst.

Der Vater Gregor Horst war in Torgau geboren, stu­dierte zu Wittenberg, Helmstädt und Basel, ging dann als Professor der Medizin nach Wittenberg, dann als Physikus nach Salzwedel, wurde darauf Professor zu Gießen und Leibarzt des regierenden Landgrafen und ging schließlich als Physikus nach Ulm. Er war ein berühmter Praktiker, den seine Zeitgenossen den deutschen Aesculap nannten.

inv.-No.i 8 . Sein Sohn Johann Daniel, welchen das erste Bild y / darstellt, war 1616 zu Gießen geboren. Er promovierte zu Tübingen, wurde 1637 Professor zu Gießen und landgräflicher Leibarzt. 1660 ließ er sich als Arzt in Frankfurt nieder und wurde 1663 erster Physikus. Außer anderen medizinischen Abhandlungen gab er eine Beschreibung der Heilquellen von Ems, Schwalbach und Selters heraus. Er starb 1685. Sein Bild wurde Senckenberg, ebenso wie das folgende, 1766 vom Sanitätsamte geschenkt.

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