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war damals im 60. Lebensjahre. Der Maler Juncker, der ge­nannt wird, ist Justus Juncker der ältere, welcher mit Sencken- berg eng befreundet war. Von diesem Porträt Senckeubergs ist jedoch nirgends sonst die Rede. Und nach der jetzigen Kenntnis von den Beständen der Bilder in seinem Nachlasse erscheint es sehr zweifelhaft, daß er selbst dieses Porträt be­sessen hat. Nach sorgfältiger Prüfung dieses hier vorhandenen Bildes auf Grund jener Notiz Senckenbergs sind eine größere Zahl hiesiger Kunstkenner übereinstimmend zu der sicheren Überzeugung gekommen, daß hier dieses Bild thatsächlich ein Porträt unseres Stifters ist. Abgesehen von der Ähnlichkeit, die dieses Porträt mit den anderen Senckenbergs zeigt, und einer größeren Anzahl anderer Beweismomente, die hier anzu­führen zu weitläufig wären, fielen einige ganz charakteristische Merkmale besonders ins Gewicht, die beiden quer verlaufenden Falten auf der Nasenwurzel und das stärkere Hervortreten des linken Auges, das auf der Wachsbüste Rauschners ganz be­sonders scharf gezeichnet ist.

Im engsten Anschluß au die Familie Senckenberg ist zu- inv.-No. ig. erst eines Mannes zu gedenken, welcher den Ausbau des Hospi- tales in wahrhaft fürstlicher und gleichzeitig vornehmer Weise förderte. In den Jahren 1775 bis 1779 erhielt die Sencken- bergische Stiftung von einem anonymen Wohlthäter nach und nach 33 600 Gulden. Erst nach seinem Ableben 1782, als er der Stiftung nochmals 50000 Gulden testamentarisch vermachte, erfuhr man, daß dieser großherzige Geber der hiesige Bankier Simon Moritz Bethmann war.

Die Senckenbergische Stiftung verdankt das Bild ihres großen Förderers der Güte des Freiherrn Moritz v. Betli- maun, welcher es 1891 nach dem im Familienbesitze von Friedrich Ludwig Hauck gemalten Originale kopieren ließ.

Das nächste Bild ist das Porträt eines früh verstorbenen inv.-No. es>. Söhnchens des hiesigen Bürgerkapitäns und Mitglieds des 51er Kollegiums Johann David Klotz und seiner Ehefrau Anna Elisabeth, geborenen Kirsch. Letztere vermachte 1.795 als Witwe testamentarisch dem Bürgerhospital eine Summe von über 50000 Gulden und dieses Bild, welches zum Andenken in dem Amtszimmer einen Platz finden sollte.